Kompletter Medaillensatz ist Ziel

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Die Olympioniken aus MV wurden gestern von Ministerprösidenten Erwin Sellering (5.v.r.) verabschiedet. Dana Bethkenhagen

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25. Juli 2012, 04:35 Uhr

Rostock | Die Damen in pinkfarbenen karierten Blusen, hautengen hellen Jeans, die Herren im dunklen Blouson und teils mit Hut - passend im Olympia-Look erschienen gestern Mecklenburg/Vorpommerns London-Teilnehmer zu ihrer Verabschiedung im Landesleistungszentrum Rudern in Kessin am Rande Rostocks. Einzige Ausnahme: Stabhochspringerin Martina Strutz. Vom letzten Vorbereitungslehrgang der Leichtathleten in Kienbaum war "Strutzi" richtig an die Küste geeilt, die Kleidung des SC Neubrandenburg an. "Ralf Bartels musste ich dort lassen. Er hat nach seiner Operation noch einige Sonderschichten zu machen", sagte die Dame der Lüfte.

Strutz war in Kessin in angenehmen Gesprächen mit Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) sowie Innen- und Sportminister Lorenz Caffier (CDU). Unisono sagten beide: "Dass sich vierzehn Sportler für die Olympischen und Paraolympischen Spiele qualifizieren konnten und dort nach hartem Training unser Bundesland sicher exzellent vertreten werden, ist als Erfolg zu bewerten. Daumendrücken ist aus der Heimat angesagt."

Doch nicht nur das wird möglich sein. Auch an den Olympiastützpunkten in Kessin und Neubrandenburg sowie im NDR-Landesfunkhaus werden große Videoterminals installiert. Mit modernster Technik können in bester HD-Qualität Brücken zwischen der Heimat und London geschlagen werden. "Mecklenburg-Vorpommern präsentiert sich ebenfalls beim Fan-Fest im Deutschen Haus am Museum of London Docklands. MV - Best of Northern Germany - dem Motto wollen wir bestens gerecht werden ", so Landes-Marketingchef Peter Kranz-Glatigny. Sogar das Rostocker Kultur-Schiff MS "Stubnitz", kürzlich beim BLOC-Festival in der Olympiastadt dabei, wird zur Kulturbotschafterin und Künstlern aus M/V eine außergewöhnliche Plattform bieten.

Das Kribbeln unter den Aktiven nimmt wenige Tage vor Eröffnung der Olympischen Spiele zu. Das war jedenfalls den Worten des Neubrandenburger Kanuten Martin Hollstein zu entnehmen: "Ich beschäftige mich natürlich schon mit den Rennen. Der Puls geht ein wenig nach oben. Momentan befinden wir uns in der Phase der Formausprägung." Das machen auch die sechs Ruderinnen und ihre männlichen Pendants vom Olympischen Ruderclub Rostock. Ulrike Sennewald sagt: "Wir bereiten uns gegenwärtig in Ratzeburg vor. Dort geht es noch einmal richtig zur Sache. Es wird auch ein Selektionsrennen über 2000 Meter gestartet, in dem alle Bootsklassen gegeneinander antreten."

Wolfgang Remer, Präsident des Landessportbundes, erwartet einen kompletten Medaillensatz für die Olympiateilnehmer aus M/V. Die Lacher hatte er auf seiner Seite, als die Äußerung kam: "Leider hat sich noch einer, das wünsche ich Euch auf keinen Fall, eine Verletzung zugezogen." Der Blick ging Richtung Sportminister, der den linken Arm in einer Binde trug, nun "nur" als Zuschauer die britische Insel besuchen kann. Sein Kommentar: "Das Alter fordert Tribut…"

Remer vergaß nicht, dem Land und seinen Abgeordneten für die finanzielle Unterstützung zu danken. An den Sportler gewandt, forderte er sie auf: "Wenn es Reserven gibt, sagt es uns. Nutzt auch die Möglichkeit der beruflichen Entwicklung über die Sportfördergruppe der Polizei." Kaum gesagt, war aus der Neubrandenburger Ecke zu hören: "Das werden wir auch Anna sagen." Anna, das ist Diskuswerferin Anna Rüh. Sie musste den Kessiner Termin nach einem Auslandswettkampf ebenso sausen lassen, wie Triathletin Anja Dittmer, Radsprinter Stefan Nimke und die sich bereits auf dem Segelrevier vor Weymouth befindliche Schweriner Seglerin Franziska Goltz.

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