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Landesjugendring lädt heute zur Fachtagung nach Rostock : „Kommunen vernachlässigen ihre Jugendarbeit“

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„Kommunen vernachlässigen ihre Jugendarbeit und vergeben dabei sogar Hunderttausende Euro an Fördergeldern.“ Mit dieser Kritik hat Karin Baresel vom Landesjugendring auf eine heutige Veranstaltung aufmerksam gemacht.

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erstellt am 29.Okt.2012 | 12:02 Uhr

Rostock/Schwerin | "Die Kommunen vernachlässigen ihre Jugendarbeit und vergeben dabei sogar Hunderttausende Euro an Fördergeldern." Mit dieser deutlichen Kritik hat Karin Baresel vom Landesjugendring auf eine heute stattfindende Veranstaltung aufmerksam gemacht.

Vor Ort, in den Gemeinden und Parlamenten wüssten viele Entscheidungsträger nicht, welche Mittel sie für Jugendarbeit und im Besonderen für Internationale Projekte nutzen könnten. Deshalb lädt der Landesjugendring gemeinsam mit anderen Initiativen heute Kommunen zu einer Fachtagung ins Rostocker Rathaus ein, bei der das Projekt "Kommune goes Europe" (KGI) vorgestellt wird. In diesem Sommer waren drei junge Schweriner in Estland, haben dort bei einem zehntägigen, internationalen Treffen mitgemacht, das sich mit dem Thema "Altern in Europa" befasste. Insgesamt trafen sich 35 Teilnehmer zwischen 16 und 27 Jahren aus insgesamt neun Ländern in Venevere Puhkeküla (Estland), um dort Verständnis für aktives Altern zu lernen und Klischees wie Vorurteilen zwischen Jungen und Alten zu verlernen. "Und unsere Landeshauptstadt hat sich mit keinem einzigen Euro daran beteiligt", erklärt Karin Baresel. Die Jugendlichen aber bekämen bei solchen Begegnungen Kompetenzen, von denen auch die Heimatstädte profitieren. "Mittlerweile profitieren die Kommunen aber nur von den Erfahrungen, ohne zu bezahlen", fasst sie zusammen. Vielerorts heißt es, dass Investitionen in Jugendarbeit zu freiwilligen Ausgaben gehören. Freiwillige Ausgabe seien so etwas wie Luxus und unnötig. "Was haben wir von einem ausgeglichenen Haushalt, egal ob auf Landes- oder kommunaler Ebene, wenn die Jugendlichen nicht gefördert werden", fragt die Expertin. Sie fordert deshalb die Entscheidungsträger auf, auch auf die Charakterbildung des Nachwuchses Wert zu legen. Es gehe nicht immer nur darum, so schnell wie möglich "profitable Arbeiter" zu produzieren.

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