Rostock : Kombinieren wie Sherlock Holmes

Rund 30 Rätsel haben Lars und Clavdia Kruse in ihrem Crypto-Raum versteckt.
Rund 30 Rätsel haben Lars und Clavdia Kruse in ihrem Crypto-Raum versteckt.

Im Peter-Weiss-Haus wird heute der erste Escape Room Rostocks eröffnet

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05. Juni 2015, 12:00 Uhr

„Es geht um Leben und Tod.“ Diese letzten Worte kann der Kapitän noch per Videobotschaft übermitteln, dann verschwindet er mitsamt seiner schrecklichen Entdeckung spurlos. Aber er hat eine Reihe von Hinweisen hinterlassen, die sich in Rostocks erstem Escape Room befinden. Heute wird er im Peter-Weiss-Haus eröffnet.

„Das Spiel ist für Leute, die gerne Rätsel lösen und einmal Sherlock Holmes sein wollen“, sagt Clavdia Kruse. Zusammen mit ihrem Mann Lars hatte die 40-Jährige die Idee für den Crypto-Raum, als sie ein Geburtstagsgeschenk für ihren Bruder in ihrer alten Heimat Slowenien suchte. Vom Rätsellösen in einem Escape Room in Ljubljana war sie so begeistert, dass sie das Konzept auch nach Rostock bringen wollte. „Ich hab sofort gesagt ,Ist das cool’“, so Kruse. Den passenden Raum fanden die beiden gegenüber vom Café Marat im Peter-Weiss-Haus.

Jetzt, anderthalb Monate später, strotzt das Zimmer vor alten Schränken, Bildern, Sesseln, Radios. Sogar ein Klavier dient als potenzielles Versteck für Hinweise. „Die Rätsel sind überall“, sagt Kruse. Aufgabe der maximal fünf Spieler ist es, die Codes innerhalb von 60 Minuten zu finden und zu knacken. „Dafür muss man logisch denken, aber nicht unglaublich klug sein“, sagt Kruse. Sollte es bei Morsezeichen, Klaviermelodie oder verschlüsseltem Alphabet doch einmal stocken, helfen die Spielmeister mit Tipps weiter. Sie verfolgen den Fortschritt über eine Kamera, deren Bilder in den Vorraum übertragen werden.

Die rund 30 Rätsel hat sich das Team selbst ausgedacht. „Wir wollten nicht einfach andere Escape Rooms kopieren“, sagt Kruse. Um gar nicht erst in Versuchung zu kommen, haben sie bewusst einen Bogen um ähnliche Räume in Berlin oder Hamburg gemacht. „Wenn es in Rostock gut läuft, probieren wir, eine größere Location mit zwei Zimmern zu finden“, sagt Kruse. Ursprünglich entwickelt wurde das Spiel Escape the Room für den Computer. Japaner und Amerikaner streiten darum, wer es zuerst als Live-Rollenspiel in der Realität umgesetzt hat. In Europa begann der Siegeszug 2011 in Budapest, wo mittlerweile rund 100 Rätselräume auf Fans warten.

In Rostock können Knobelfreunde wochentags alle zwei Stunden zwischen 10 und 20 Uhr versuchen, das Geheimnis des Kapitäns zu lüften. Am Wochenende starten die Runden erst ab 14 Uhr, freitags und sonnabends gibt es ein Zusatzangebot um 22 Uhr. Eine Reservierung ist zwingend erforderlich.

Im Internet: www.escaperoom-rostock.de

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