Werft : Koloss ist ganzer Stolz von Neptun

Sind stolz, dass das nächste Maschinenraum-Modul mit den drei LNG-Tanks auf der Neptun-Werft in Warnemünde gebaut wurde: Neptun-Geschäftsführer Raimon Strunck, Aida-Präsident Felix Eichhorn und Infrastruktur-Minister Christian Pegel (SPD). Heute startet die Reise nach Papenburg.
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Sind stolz, dass das nächste Maschinenraum-Modul mit den drei LNG-Tanks auf der Neptun-Werft in Warnemünde gebaut wurde: Neptun-Geschäftsführer Raimon Strunck, Aida-Präsident Felix Eichhorn und Infrastruktur-Minister Christian Pegel (SPD). Heute startet die Reise nach Papenburg.

Schlepper ziehen heute 120 Meter langes Maschinenraum-Modul für „Aidanova“ in die Meyer Werft in Papenburg. #wirkoennenrichtig

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01. Dezember 2017, 21:00 Uhr

In dem 120 Meter langen und 42 Meter breiten stählernen Maschinenraum-Modul für das neue Kreuzfahrtschiff „Aidanova“ ist auf der Warnemünder Neptun Werft neben Stahl auch reichlich Pioniergeist verbaut.

„Wir betreten damit absolutes Neuland“, sagt Aida-Präsident Felix Eichhorn. „Unsere Flotte möchte auf diese Weise ihren ökologischen Fußabdruck verbessern“, ergänzt er. Die „Aidanova“ ist weltweit das erste Schiff, das ihre Schiffsgeneration ab 2018 mit dem Flüssigerdgas LNG betreibt. Mithilfe von Dual-Fuel-Motoren können sie sowohl im Hafen als auch auf See mit dem derzeit umweltfreundlichsten und emissionsärmsten Brennstoff Flüssigerdgas LNG betrieben werden. „Durch die Nutzung von LNG werden die Emissionen von Feinstaub und Schwefeldioxiden nahezu vollständig vermieden“, sagt Eichhorn. Es werden drei Tanks eingebaut. Zwei von ihnen sind knapp 35 Meter lang, verfügen über einen Durchmesser von acht Metern und ein Fassungsvolumen von 1550 Kubikmetern. Ein dritter, kleinerer Tank ist 28 Meter lang und hat einen Durchmesser von fünf Metern, sein Fassungsvermögen beträgt 520 Kubikmeter. Auch Neptun-Geschäftsführer Raimon Strunck ist der Stolz über das Etappenziel anzumerken. „Die Module sind das Herzstück des neuen Schiffes, es ist die Basis für alles, was drumherum geschieht.“ Was ebenfalls hervorragend für die Region ist: „Wir haben für die kommenden Jahre Sicherheit für die 540 Mitarbeiter der Neptun Werft. Insgesamt sind beim Bau der Module mit Partnern wie 120 Mitarbeiter von Caterpillar und Zuliefern insgesamt 1000 Leute beschäftigt“, so der Neptun-Chef. Vorteilhaft in dem Prozess ist auch die räumliche Nähe zu Caterpillar, die auf dem gleichen Areal sitzen.

Auf diese Bestellungen und Entwicklung in der Schifffahrt hat die Neptun-Werft auch reagiert und investiert 50 Millionen Euro in den Bau einer riesigen Schiffbauhalle, um die immer größer werdenden Teile besser bauen zu können und die Belästigungen für Anwohner zu senken. In den Auftragsbüchern der Neptun-Werft stehen für die kommenden Jahre sieben Module für die amerikanische Carnivalgruppe. Strunck wies auch darauf hin, dass auch die Behörden bei dieser Entwicklung auch sehr kooperativ waren.

Heute gegen 14 Uhr startet das Maschinenraum-Modul bei der Neptun-Werft in Warnemünde. Lotsen ziehen den stählernen Koloss in Richtung Kieler Förde. Die Ankunft in der Meyer Werft in Papenburg ist für Mittwoch, 6. Dezember, um 15 Uhr vorgesehen.

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