Unfall Hanse Sail 2017 : Kollision der „Stettin“ aufgeklärt

Beim Zusammenstoß wurde die Außenhaut der „Stettin“ aufgerissen.

Beim Zusammenstoß wurde die Außenhaut der „Stettin“ aufgerissen.

Der Untersuchungsbericht zum Zusammenstoß des Dampfeisbrechers mit einer Fähre liegt vor.

svz.de von
02. August 2018, 18:46 Uhr

Die Schiffskollision zwischen dem Dampfeisbrecher „Stettin“ und einer finnischen Fähre in Rostock vor einem Jahr ist aufgeklärt. Demnach ist der Unfall während der letztjährigen Hanse Sail, bei dem zehn Personen an Bord der „Stettin“ leicht verletzt worden waren, durch Versäumnisse der Crews beider Schiffe sowie der Wasserschutzpolizei verursacht worden, teilte die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen (BSU) am Donnerstag in Hamburg mit. Zuerst hatte NDR darüber berichtet.

In dem 96-seitigen BSU-Bericht heißt es, dass die Besatzung der „Stettin“ es versäumte, ihre Fahrtbewegungen mit der rückwärts in den Hafen einfahrenden Fähre per Sprechfunk abzustimmen. Gleichzeitig habe die Fähre ihre Rückwärtsfahrt ohne einen Wachoffizier auf der hinteren Manöverstation durchgeführt. Die Wasserpolizei schließlich habe die Ausfahrt der Traditionsschiffe nicht abgesichert. Zudem hatten sich dem Bericht zufolge bis zu 15 Gäste auf der Brücke der „Stettin“ befunden, so dass eine konzentrierte Schiffsführung nicht möglich gewesen sei. Bei dem Zusammenstoß war die Seitenwand der 1933 gebauten „Stettin“ über der Wasserlinie auf mehr als zwei Metern Länge aufgerissen und später mit einer Stahlplatte verschweißt worden.

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