Warnemünde : Köbberts Familienleben in 200 Fotos

Jochen Glende (l.) und Otto Kuhl vom Shantychor De Klaashahns schlugen Gabriele Köbbert vor, den Nachlass ins Museum zu geben. Fischer Karl-Heinz Ruschau (r.) durfte gestern die Klock-acht-achtern-Strom-Glocke seemännisch läuten.
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Jochen Glende (l.) und Otto Kuhl vom Shantychor De Klaashahns schlugen Gabriele Köbbert vor, den Nachlass ins Museum zu geben. Fischer Karl-Heinz Ruschau (r.) durfte gestern die Klock-acht-achtern-Strom-Glocke seemännisch läuten.

Ausstellung über Entertainer im Heimatmuseum eröffnet. Witwe Gabriele stellt Exponate zur Verfügung.

svz.de von
09. April 2015, 14:00 Uhr

Große Resonanz hat gestern die Eröffnung der Ausstellung über Sänger und Entertainer Horst Köbbert erfahren. Für die Warnemünder ein singender Seemann und Entertainer, war der Künstler stets einer von ihnen. Museums-Chefin Kathrin Möller hat eine interessante Auswahl aus den Schätzen des Nachlasses von Witwe Gabriele Köbbert getroffen und in die Bereiche Familie und Karriere gegliedert. Fast 200 Fotos haben der Museumsleiterin vorgelegen, sie zeigen vor allem Bilder der Eltern. Köbbertselbst bezeichnete seine Mutter Frieda später stets als eine moderne Frau, die beispielsweise ihre Tochter Irmgard unehelich zur Welt brachte. Vater Erwin zeigen die Bilder in der Uniform der Kaiserlichen Marine, am Strand und auf dem Taucherboot seiner Firma in der auch Horst arbeitete.

Die Ausstellung birgt zudem jene Exponate, die versteckte Anspielungen aus der DDR-Zeit enthalten. So ist der DDR-Fernsehpreis „Goldener Lorbeer“ von 1976 zu sehen. Den erhielten Köbbert, Manfred Uhlig und Lutz Stückrath im Oktober 1976 für die 25. Sendung von „Ein Kessel Buntes“. Auf der Rückseite gibt es warnende Worte: „Sei stolz, doch denke daran, dass Lorbeer verwelken kann.“ Im Jahr 1977 zog sich das Trio schließlich zurück, weil es Kürzungen und Streichungen der politisch heiklen Passagen nicht hinnehmen wollten.

Eine besondere Rolle kam bei der gestriegen Eröffnung Fischer Karl-Heinz Ruschau zu.Er läutete die Glocke von „Klock acht, achtern Strom“, die Ilse Spitz, Witwe des Regisseurs Manfred Spitz, dem Museum als Dauerleihgabe zu Verfügung stellte.

Dass bei einer Köbbert-Ausstellung natürlich Seemannslieder erklingen, ist eigentlich klar: Das übernahm der Shantychor De Klaashahns.

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