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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2017 | 05:05 Uhr

Rostock : Klinikum Süd plant mehrere Zentren

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Eltern-Kind-Betreuung, Gesundheit und medizinische Versorgung sollen gebündelt und verbessert werden

von
erstellt am 20.Mai.2016 | 08:00 Uhr

Nach Parkhaus-Neubau, Verlegung des Hubschrauberlandeplatzes und Erweiterung der Intensivstation steht das Klinikum Süd vor weiteren Veränderungen. In den kommenden Jahren sollen ein Eltern-Kind-Zentrum, ein Gesundheitszentrum sowie ein Medizinisches Versorgungszentrum gegründet werden. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Lagebericht für das Jahr 2015 hervor.

Demnach bevorzugt die Landesregierung das Klinikum Südstadt als Standort für das gemeinsame Eltern-Kind-Zentrum mit der Uniklinik. Zwar soll es dafür seine Neonatologie aufgeben, erhält im Gegenzug aber 50 bis 60 internistische Betten zur Bildung eines Norddeutschen Geriatrischen Zentrums.

Das Eltern-Kind-Zentrum soll über die zwei Entbindungsabteilungen, die Kreißsäle, Pränatale Station und zugehörigen Ambulanzen des Klinikums Süd verfügen. Die Unimedizin bringt ihre gesamte Pädiatrie einschließlich der Kinderchirurgie ein. Wann die Einrichtung eröffnen soll, ist noch unklar. Verhandelt wird bereits seit Ende 2013.

Aktuell verfügt das Klinikum Südstadt über 425 Planbetten, 45 Plätze in der Tagesklinik und zehn Plätze im Hospiz. Spezialgebiete sind das Perinatalzentrum sowie die Adipositas-Chirurgie. Außerdem betreibt das Krankenhaus eine Onkologische Fachambulanz, eine Notfallambulanz sowie die Ambulanz und Poliklinik der Universitätsfrauenklinik.

Die Institutsermächtigung der Kassenärztlichen Vereinigung für das Rheumazentrum hingegen ist im Oktober vergangenen Jahres ausgelaufen. Eine niedergelassene Ärztin hatte Einspruch erhoben. „Ersatzweise sind drei ärztliche Mitarbeiter für das Fachgebiet Rheumatologie in Rostock ermächtigt worden“, heißt es im Lagebericht. Die finanziellen Auswirkungen dieser Neuregelung seien noch nicht abzusehen.

Fest steht dagegen: Im abgelaufenen Jahr hat das Klinikum fast 2,7 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. 2,5 Millionen Euro davon fließen für gemeinnützige Zwecke in die Stadtkasse, 162 000 Euro in eine Rücklage. Zu verdanken sei das gute Ergebnis insbesondere Mehreinnahmen in Höhe von knapp vier Millionen Euro infolge von zirka 600 zusätzlichen Fällen gegenüber 2014 und eines angehobenen Landesbasisfallwertes. Außerdem erhielt die Klinik dank einer geänderten Rechtsprechung zur Einkommensteuer 3,5 Millionen Euro vom Fiskus zurück. Dem gegenüber stehen höhere Kosten für die im Jahresdurchschnitt 1330 Beschäftigten, darunter 976 in Vollzeit Angestellten.  

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