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Erste Boulderhalle in MV : Klettern wird die neue Attraktion

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Felshelden eröffnen neben dem Hostel Dock Inn die erste Boulderhalle des Bundeslandes. 365 Tage im Jahr ist dort ab Mai geöffnet. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Das Ostseebad punktet ab Mai mit einer besonderen Attraktion für Sportbegeisterte: Direkt neben dem Container-Hostel Dock Inn entsteht die erste Boulderhalle von Mecklenburg-Vorpommern. Inhaber ist Jano Tenev von den Felshelden, so wird die Halle heißen. „Sie ist kombiniert mit dem Hostel, das 365-Tage-Angebot ist aber offen für alle Kletterinteressierten“, informiert der 36-Jährige. Er ist Kitsurfer und kam zum Bouldern in der windlosen, frostigen und für diesen Wassersport ungeeigneten Zeit. Das Bouldern hat ihn wie ein Virus infiziert, aber so ein Angebot fehlte in der Region. Durch Zufall kam er mit dem Hostel-Inhaber in Kontakt, der sich die Kombination von Hostel und Boulderhalle gut denken konnte. Boulder bedeutet Felsblock, das Bouldern selbst ist Klettern ohne Klettergurt und Seile. Das ist möglich, weil die Absprunghöhe nicht mehr als 4,50 Meter beträgt. Es gibt in der Warnemünder Halle Stationen mit unterschiedlichen, farblich nachvollziehbaren Schwierigkeitsgraden. Und es sind dicke Matten ausgelegt, damit jeder beim Absprung oder einem Sturz weich fällt. „Bouldern kann jeder lernen, es macht durch die Kombination aus Sport und Konzentration den Kopf unglaublich frei“, schwärmt der künftige Betreiber.

Mit dieser Felshelden-Halle in Warnemünde genießen Nutzer in direkter Ostseenähe einen Hauch Bergwelt. Die Halle Beim Zollamt 4 soll auf ihren 540 Quadratmeter über 120 Routen verfügen. Bis zu 150 Leute werden dort gleichzeitig trainieren können. Es soll Tresen, Umkleiden und WC-Räume sowie Plätze zum Chillen geben. Trainer werden Besucher einweisen und über die Einhaltung der Regeln wachen.

„Gleich, nachdem wir auf unserer Faceobookseite davon gepostet haben, bewarben sich sechs Leute um Jobs“, sagt Tenev. Insgesamt wird er anfangs um die zehn Leute beschäftigen. Es gibt Arbeit beim Klettern und am Tresen, wo kein Alkohol ausgeschenkt wird. „Das passt nicht zu dem Sport, außerdem besteht so die Gefahr, dass sich manche überschätzen“, sagt er. Ansonsten ist Vielfalt bei Veranstaltungen vorgesehen: „Neben den Kindergeburtstagen und Trainingskursen gibt es auch die verschiedensten Angebote für Firmen und Privatleute“, so Tenev. Was er genial findet: „Die Anbindung zur S-Bahn.“

Auf dem neuesten technischen Stand werden Beleuchtung, Akustik und Belüftung sein. Letztere soll dafür sorgen, dass sich der weiße Staub vom Talk nicht in der Halle verteilt. Die speziellen Kletterschuhe für diesen Sport werden vor Ort ausgeliehen. Damit alle bouldern können, wird es neben Tagestickets Zehner- und Familienkarten geben. Und Tenev will sich ein ermäßigtes Angebot für Leute mit Warnowpass einfallen lassen, um niemanden von diesem Sport auszugrenzen.

Im Intnrnet: www.felshelden.de

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