Entscheidung für die Rostocker Gärtner : Kleingärten in Sicherheit

Sah sein Refugium in Gefahr: Parzellen des Kleingartenvereins An'n schewen Barg sollten Wohnbebauung weichen. Marko Diekmann sorgt sich um die Oase gegenüber des Südstadtklinikums.
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Sah sein Refugium in Gefahr: Parzellen des Kleingartenvereins An'n schewen Barg sollten Wohnbebauung weichen. Marko Diekmann sorgt sich um die Oase gegenüber des Südstadtklinikums.

Die Entscheidung ist gefallen: An’n schewen Barg und Kirche sollen erhalten bleiben.

svz.de von
19. März 2016, 05:00 Uhr

Aufatmen für die Kleingärtner in der Rostocker Südstadt: Die 46 Parzellen in der Anlage An’n schewen Barg sowie das Gebiet der evangelischen Südstadtgemeinde bleiben nun wohl doch erhalten und von den Bauplänen der Stadt unberührt. Die Grenzen im Südosten des Bebauungsplans „Studieren und Wohnen beim Pulverturm“ sollen vonseiten der Stadtplaner so verändert werden, dass weder die Kleingartenanlage noch die Gebäude der Kirchengemeinde den neu zu errichtenden Studentenwohnheimen weichen müssen.

Das hat der Ausschuss für Stadt- und Regionalentwicklung der Bürgerschaft am Donnerstag einstimmig beschlossen. „Das ist ein großer Erfolg, für den viele gemeinsam ordentlich und fleißig gearbeitet haben“, sagt Sybille Bachmann, Fraktionschefin Rostocker Bund/Graue/ Aufbruch 09. Sie hatte die Vorlage eingebracht, die nun noch die Bürgerschaft passieren muss. Ortsbeirat Südstadt und der Verband der Gartenfreunde Rostock hatten zuletzt ebenfalls für den Erhalt der Parzellen gekämpft. „Als Teil der Rostocker Stadtgesellschaft wollen wir den Quartiergedanken aufrechterhalten, eine einvernehmliche Lösung finden und auf Augenhöhe verhandeln“, sagt Verbandsvorsitzender Christian Seifert.

Gleichzeitig hatte der Ausschuss für die Vorlage von SPD-Fraktionschef Steffen Wandschneider gestimmt, zusätzliche Flächen für Kleingartenanlagen auszuweisen. Die Stadt solle prüfen, inwieweit neue und Ersatzflächen für zukünftig durch den Flächennutzungsplan wegfallende Kleingartenanlagen eingerichtet werden können. Durch diese Beschlüsse habe man erfolgreich einen Prozess in Gang gesetzt, der in eine positive Richtung gehe, so Bachmann.

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