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19. November 2017 | 02:19 Uhr

Kleinere Päckchen zur Hanse Sail

vom

svz.de von
erstellt am 14.Jul.2013 | 08:32 Uhr

Rostock | Es ist eine planerische und logistische Meisterleistung: Zur Hanse Sail reisen Dutzende Schiffe aus der ganzen Welt in den Rostocker Hafen ein. Und schon bei der Vergabe der Liegeplätze wird es kompliziert. Aus Platzgründen mussten bislang bis zu sechs Schiffe hintereinander im Päckchen festgemacht werden. In diesem Jahr soll sich das ändern. "Wir können die Belegung der Liegeplätze im Zusammenwirken mit dem Hafenamt etwas lockerer gestalten, das heißt, dass nicht mehr fünf oder sechs Schiffe im Päckchen liegen, sondern teils nur noch vier", sagt der Chef des Hanse-Sail-Büros, Holger Bellgardt. Durch die Verholung der "Stephan Jantzen" und der "Georg Büchner" sind im Stadthafen Plätze für die internationalen Gäste frei geworden. Darüber hinaus wird die MS "Stubnitz" auch in diesem Jahr nicht zur Hanse Sail im Rostocker Hafen liegen, genau wie der "Lange Heinrich", der 2012 frisch saniert extra zur Sail im Stadthafen festmachte.

Für die Besucher hat die Liegeplatzvergabe in kleineren Päckchen zwei Vorteile: Zum einen können sie die einzelnen Schiffe in ihrer ganzen Schönheit besser betrachten und zum anderen erleichtert es ihnen auch das An-Bord-Gehen, wenn sie mitsegeln wollen. Manche Kletterpartie wurde in der Vergangenheit zur sportlichen Hochleistung, wenn das hinterste Schiff im Päckchen das Ziel war.

Dass nach der "Georg Büchner" auch die "Stephan Jantzen" den Stadthafen verlassen hat, kam auch für Sail-Chef Bellgardt überraschend: "Wir waren durch den Hafenkapitän zu Beginn der vergangenen Woche darüber informiert worden, dass die ,Stephan Jantzen’ eventuell noch vor der Hanse Sail an einen anderen Liegeplatz verholt wird." Dass es nur wenige Tage später so weit sein würde, habe alle überrascht. Doch spontanes Umplanen ist für die Hanse-Sail-Mitarbeiter nichts Ungewöhnliches. So melden sich immer noch Schiffe für die Sail an, die einen Liegeplatz zugewiesen bekommen müssen und Umplanungen nötig machen.

Bei der Liegeplatzvergabe gibt es grundsätzlich eine ganze Reihe von Dingen zu beachten. Es ist Fingerspitzengefühl gefragt, wie Bellgardt deutlich macht: "Holz- und Stahlschiffe legt man beispielsweise nicht ins Päckchen, nicht jeder Liegeplatz ist für den ,Dicken’, die ,Stettin’, nutzbar und einen Längsseitslieger kann man an den ,Runden’ auch nur bedingt sicher festmachen." In der Vergangenheit habe sich außerdem bewährt, die Dampfer, die Koggen und die Schweden in einem Hafenbereich zusammenzulegen. "Wir haben wie jedes Jahr eine neue Situation, neue Teilnehmer, einige Schiffe sind aber auch nicht da", so Bellgardt. Darum ergibt sich am Ende auch immer ein völlig neues Bild von der Sail.

Zur Hanse Sail entrichten die eingeladenen Traditionsschiffe generell keine Hafengebühren und haben das Recht auf Übernahme der Kosten für Schlepper, Lotsen, Festmacher für das erste Einlaufen und letzte Auslaufen durch das Büro-Hanse-Sail. Bellgardt verspricht allen Besuchern: "Die Flotte ist einmalig schön."

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