Rostock : Kleiner Hafen kommt groß raus

Die scheidende Chefin des Rostocker Fischerei- und Frachthafens, Daniele Priebe, konnte bei ihrem letzten Jahresempfang mit Heringsessen und kleiner Hafenrundfahrt beeindruckende Zahlen präsentieren. Ihre Freude über die guten Umschläge teilt auch Jens Aurel Scharner vom Mitbewerber, der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock .
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Die scheidende Chefin des Rostocker Fischerei- und Frachthafens, Daniele Priebe, konnte bei ihrem letzten Jahresempfang mit Heringsessen und kleiner Hafenrundfahrt beeindruckende Zahlen präsentieren. Ihre Freude über die guten Umschläge teilt auch Jens Aurel Scharner vom Mitbewerber, der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock .

Beim traditionellen Heringsessen wurden Förderbescheide für weitere Entwicklung überreicht. Fracht- und Fischereihafen ist zum dritten Mal in Folge Millionär beim Umschlag

svz.de von
30. April 2016, 08:00 Uhr

Bei der Rundfahrt durch ihr Hafenrevier ist gestern Nachmittag Daniele Priebe, die Chefin des Rostocker Fracht- und Fischereihafens, dem Schweriner Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) um den Hals gefallen. Anlass war eine frohe Botschaft, die er ihr zuvor anlässlich des Jahresempfangs überreichte – die Förderbescheide für zwei Investitionsvorhaben. Mit knapp drei Millionen Euro wird das Land den Bau eines weiteren Liegeplatzes und mit etwa 1,4 Millionen Euro die Anlage einer Umschlagfläche für Schüttgut unterstützen.

Die temperamentvolle Geschäftsführerin, die im Oktober in Ruhestand geht, kann ein beeindruckendes Fazit der Entwicklung dieses kommunalen Nischenhafens ziehen. Zum dritten Mal in Folge wurde im Umschlag die Millionen-Grenze überschritten, im Vorjahr mit mehr als 1,34 Millionen Tonnen ein Rekordergebnis in der 25-jährigen Geschichte erzielt. Ein kleiner Hafen ist dank seiner Wachstumsraten deshalb ganz groß, merkt auch Jens Aurel Scharner, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft, neidlos an. Rund 370 000 Tonnen Güter gingen in den ersten drei Monaten des Jahres über die Kaikanten. Dabei ebbte marktbedingt zwar der Holzumschlag ein wenig ab, was aber mit dem Umschlag von Düngemitteln und überdurchschnittlichen Einlagerungen von gefrostetem Fisch im hafeneigenen Kühlhaus kompensiert wurde.

Beim Jahresempfang, traditionell ein Heringsessen, dankte der Hafen seinen Partnern, die an der Entwicklung des Umschlagplatzes Anteil hatten. Der hat nun seine Kapazitätsgrenzen erreicht, muss den Anforderungen gemäß weiter ausgebaut werden. Bei der Rundfahrt mit der „Rostocker 7“ erläuterte Vize-Geschäftsführer Ronald Schulz die nächsten Vorhaben. So soll im Spätsommer mit dem Ausbau des Liegeplatzes 27 begonnen werden, wird die Umschlagsfläche auf insgesamt 15 000 Quadratmeter im nördlichen Hafengelände erweitert. Ab 2018 sind dann im alten Hafenbecken zwei Liegeplätze zu einer modernen Ausrüstungspier umzugestalten.


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