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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. Oktober 2017 | 02:34 Uhr

Gebühren : Kleine Mülltonnen werden billiger

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Für große Container hingegen müssen die Rostocker bald mehr Gebühren zahlen / Auch Beiträge zur Straßenreinigung steigen zum Teil

von
erstellt am 20.Okt.2015 | 17:00 Uhr

Die Gebühren für die Abfuhr von Abfallbehältern mit einem Volumen von bis zu 240 Litern sinken im kommenden Jahr – allerdings nur um 0,3 Prozent. Besitzer von 1100-Liter-Behältern müssen dagegen mit 2,1 Prozent Mehrkosten rechnen. Das geht aus der neuen Kalkulation der Verwaltung hervor, über die die Bürgerschaft am 4. November abstimmen soll.

Fest steht schon jetzt: Das Müllgeschäft hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Die Zahl der 80-Liter-Tonnen ist seit dem Jahr 2000 um rund 4100 Behälter auf nun fast 9900 im Stadtgebiet gestiegen. Alle anderen Behältergrößen gingen in Bezug auf die Stückzahl deutlich zurück.

Beim Durchschnittsgewicht ist es fast umgekehrt. So wog eine 80-Liter-Tonne bei ihrer Entsorgung im Jahr 2009 im Schnitt noch 23,8 Kilogramm, in diesem Jahr sind es nur 13,7 Kilogramm. Bei den 120- und 240-Liter-Behältern verzeichneten die Müllmänner sogar einen historischen Tiefststand. Sie wiegen nur noch 14,7 beziehungsweise 23,2 Kilo. Dafür legte das Gewicht der 1100-Liter-Container auf den Rekordwert von 101,5 Kilogramm zu. „Das ist das höchste Durchschnittsgewicht seit dem Jahr 2003“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Damit sind die großen Container für 80 Prozent des Abfallvolumens in Rostock verantwortlich. Allerdings stellt die Verwaltung klar: „Auch wenn die kleineren Abfallbehälter nur einen sehr geringen Anteil am entleerten Volumen haben, ist ihre gebührenrechtliche Bedeutung außerordentlich hoch.“ Insgesamt rechnet die Verwaltung mit rund 46 000 Tonnen Haus- und Geschäftsmüll im laufenden Jahr. Ebenfalls auf der Tagesordnung der Bürgerschaft stehen bei der Sitzung die neuen Gebühren für die Straßenreinigung. „Für 95 Prozent der Gebührenpflichtigen bleiben die Gebühren gleich“, schreibt die Verwaltung in der Vorlage für die Bürgerschaft. Lediglich in den Reinigungsklassen 1 bis 4 steige die Belastung für die Anlieger zwischen 1,5 und 3,3 Prozent. „Grund ist, dass die für das Jahr 2016 kalkulierten Kosten für Fahrbahnreinigung und Winterdienst sinken, während die Kosten für die Gehwegreinigung und den kommunalen Ordnungsdienst steigen“, so die Verwaltung. „Im Ergebnis steigen die Gebühren in den Reinigungsklassen mit Gehwegreinigung leicht an.“

Ganz neu in die Routenpläne werden vier Straßen in Hohe Düne aufgenommen: Kapitän-Hahn-Weg, Kapitän-Kraeplin-Weg, Oberlotse-Voß-Weg und Vormann-Stüve-Weg. Sie fallen alle in die Klasse 7. Nicht mehr gesäubert hingegen werden in Zukunft die Straßen Fährberg und Fischerbruch.

 

Gebühren 2016:

Reinigung

Rostocks Straßen und Gehwege sind in die Klassen 1 bis 7 unterteilt – je niedriger die Klasse, desto seltener die Reinigung und geringer die Gebühr. Der Rhythmus der Kehrmaschinen variiert zwischen fünfmal pro Woche und einmal alle zwei Wochen. Anlieger zahlen folgende Jahresgebühr pro Flächenmeter:

• 79,56 Euro Klasse 1

• 52,44 Euro in Klasse 2, • 32,16 Euro in Klasse 3, • 25,20 Euro in Klasse 4, • 15,96 Euro in Klasse 5, • 9,12 Euro in Klasse 6

• 5,16 Euro in Klasse 7

 

Abfall


Die Kosten für die Müllabfuhr hängen von der Behältergröße und Häufigkeit der Entleerung ab. Bei wöchentlicher Abfuhr zahlen die Gebührenpflichtigen:

• 149,40 Euro pro Jahr für einen 80-Liter-Behälter (bei Entleerung im Zwei-Wochen-Rhythmus 74,64 Euro) • 179,28 Euro für einen 120-Liter-Behälter (89,64 Euro), • 246,12 Euro für einen 240-Liter-Behälter (123,12 Euro)

•  894,96 Euro für einen 1100-Liter-Behälter (447,48 Euro). • Ein Abfallsack kostet im Vier-Wochen-Rhythmus 31,32 Euro.

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