butzemannhaus : Kleine Gärtner ausgezeichnet

Stolz zeigen die beiden Vorschulkinder Frode und Laura die Plakette der Aktion „Natur im Garten“.  Fotos: Anne Schwartz
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Stolz zeigen die beiden Vorschulkinder Frode und Laura die Plakette der Aktion „Natur im Garten“. Fotos: Anne Schwartz

Sie arbeiten naturnah: DRK-Kita erhält Plakette für umweltgerechte Beete

Sie sind der ganze Stolz der Kinder in der Kita Butzemannhaus: Erdbeeren, Kohlrabipflanzen oder verschiedene Kräuter, welche die Knirpse täglich liebevoll pflegen. Gemeinsam mit ihren Erziehern kümmern sich die Kinder aber nicht nur um Pflege, sondern haben auch ein Augenmerk auf Insekten und Kleintiere geworfen. Für ihr naturnahes Gärtnern wurde die Einrichtung in der Kopernikusstraße nun vom Landschaftspflegeverband Mecklenburger Endmoräne mit der Plakette „Natur im Garten“ ausgezeichnet.

„Die wichtigste Voraussetzung dafür ist das Gärtnern ohne Gift, Kunstdünger und Torf. Aber auch weitere Kriterien wie der Spielwert sind wichtig“, sagt Madlen Hagemann, Gartenberaterin beim Landschaftspflegeverband. Seit gut einem Jahr sind sie und ihre Kolleginnen mindestens einmal in der Woche in der Kopernikusstraße zu Gast und kümmern sich um die angelegten Obst- und Gemüsebeete im Innenhof. Den Boden im Frühjahr vorzubereiten, gehört dabei ebenso zu den gemeinsamen Aufgaben wie das Säen, Pflegen und Ernten. „Die Pflanzen darf sich jede Kita-Gruppe selbst aussuchen. Vor allem Möhren, Kohlrabi und Kräuter stehen dabei hoch im Kurs bei den kleinen Gärtnern“, weiß die Expertin. Damit nichts schief läuft, haben die 280 Kinder der DRK-Einrichtung auch die Tierwelt stets im Blick. Wer genauer hinschaut, entdeckt zwischen Obst und Gemüse auch Nistkästen für Vögel, Insektenhotels oder Häuser für Fledermäuse. „So wollen wir unsere Kinder schon früh für die heimische Natur begeistern und bewusst einen Gegensatz zu dem schaffen, was sie täglich in der Stadt sehen und erleben“, sagt Kita-Leiterin Anke Weber.

Neben der Gartenpflege gehört im Butzemannhaus auch ein Waldtag fest in den Wochenplan. Jeden Freitag geht es für die kleinen Entdecker in den nahe gelegenen Barnstorfer Wald. „Mit Erlebnisspielen, Spurensuche und Pflanzenkunde wollen wir den Kindern die Natur und ihre Umwelt möglichst nahebringen“, sagt Erzieherin Claudia Köster. Auch dieses Engagement war einer der Gründe, warum die Einrichtung als erste Kita Rostocks mit der Plakette „Natur im Garten“ ausgezeichnet wurde. Zur Feier des Tages durfte vorgestern übrigens jede der zehn Gruppen einen eigenen Baum oder Strauch auf dem Kita-Gelände pflanzen. Für schwarze Johannisbeere, Felsenbirne oder Sommerflieder übernehmen nun die Kinder zukünftig die Patenschaften. „Wenn wir sie jetzt fleißig gießen, können wir bestimmt bald leckeres Obst ernten“, sagt der fünfjährige Pit.

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