Klassenzimmer an der Ostsee

Die Vertreter des EUCC erklären der Klasse 3b von der Warnowschule Papendorf gerade, was sie an ihrer Station und bei der Umweltrallye erwartet. Fotos: susann Greve
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Die Vertreter des EUCC erklären der Klasse 3b von der Warnowschule Papendorf gerade, was sie an ihrer Station und bei der Umweltrallye erwartet. Fotos: susann Greve

Baderegeln wollen gelernt sein – besonders, da bei den ersten Warnemünder Strandschultagen auch ein Surfkurs auf die Kids wartet

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25. Juni 2019, 13:39 Uhr

Acht Schulklassen aus Rostock, Güstrow und Papendorf hatten gestern leider keine Chance auf hitzefrei. Dafür waren sie zu den Strandschultagen nach Warnemünde eingeladen und konnten somit trotzdem das Wetter genießen. Geboren wurde die Idee für die Projekttage im Zeichen des Naturschutzes im März 2018. Die Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde schrieb daraufhin die Idee an den Schulen aus. Schüler der Klassenstufen drei bis sieben konnten sich dabei mit einem Umweltprojekt bewerben.

Acht Klassen reichten ihre Projekte ein, darunter auch die 3b der Warnowschule aus Papendorf. Sie sammelte reichlich Müll im Dorf. „Dafür haben sie sich sogar in ihrer Freizeit getroffen“, erzählt Klassenlehrerin Mareike Kapust, die am Dienstag mit Lennard Hagemann, Malte Krüger und ihren Mitschülern nach Warnemünde kam. Für den Wettbewerb haben sie zudem noch eine plastikfreie Brotdose eingereicht. „Der Tag macht den Schülern Spaß. Es ist ja auch mal was anderes und einfach schön für die Kinder“, weiß Kapust.

Die 6b des Förderlernzentrums Hören in Güstrow hat ein Upcycling-Projekt veranstaltet, um teilnehmen zu können. Die Klasse 7d der gleichen Schule beschäftigte sich mit Verpackungsmüll beim Einkaufen.

Von den acht Teilnehmer-Klassen haben nun alle die Berechtigung bekommen, an den Strandschultagen mitzuwirken. Sie tauschten das Klassenzimmer gegen den Ostseestrand. Über zwei Tage erhalten jeweils vier Klassen Zugang zu den einzelnen Stationen. Während die ersten es am AOK Active Beach sportlich hielten, konnte eine weitere Klasse mit der Küsten Union Deutschland (EUCC) eine Umweltrallye unternehmen. „Wir machen erst einmal eine Einführung in das Thema Ostsee und Meeresmüll, bevor wir mit der Rallye richtig starten“, erzählt Alwin Siems, der sein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der EUCC absolviert. Die Kinder sammeln dabei Müll am Strand und lernen, wie lange es dauert, bis die unterschiedlichen Teile in der Natur verrotten und welchen Schaden sie anrichten.

Für kurze Erholungspausen im Schatten sorgten große Sonnensegel am Warnemünder Strand. Eine kurze Abkühlung in der Ostsee durfte zwischendurch natürlich auch nicht fehlen.

Was die Schüler dabei zu beachten haben, erklärten die Rettungsschwimmer des Deutschen Roten Kreuzes an der dritten Station. Gerade an der Warnemünder Ostsee lauern durch die Mole und die Dünen einige Gefahren, die gewisse Regeln erfordern. Diese werden besonders an der vierten Station benötigt. Denn hier können die Kinder erste Versuche auf dem Surfbrett wagen.

Am Supremesurf Beachhouse bereiten Daniel Weiß und Tony Dinse die Kinder mit einigen Übungen vor. „Wir machen zunächst einige Landeinheiten und erklären die richtige Handhabung beim Windsurfen“, erklärt Weiß. Neben Segelspielen konnten die ersten Mutigen sich auch schon im Wellenreiten oder dem Stand Up Paddeln ausprobieren. „Natürlich vermitteln wir den Kindern auch den Surfer-Lifestyle“, verrät der Surflehrer mit einem Augenzwinkern. Eine Auswertung des Tages erfolgt im Anschluss beim gemeinsamen Grillen.

Nach einem gelungenen ersten Strandschultag dürfen sich am Mittwoch vier weitere Klassen von der Christophorusschule, der Michaelschule aus Rostock und der Freien Schule Bröbberow auf die Stationen freuen. „Die Veranstaltung ist so gut angekommen, dass wir sie auch im nächsten Jahr wieder veranstalten“, berichtet Beate Hlawa von der Tourismuszentrale. „Dieses Jahr konnten wir den Strandtag allen Teilnehmern möglich machen. Wir hätten Kapazitäten für zwölf Klassen gehabt.“

Weitere Informationen online:
www.rostock.de/strandschultag

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