zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 09:23 Uhr

Baupläne in Rostock : Klarheit für Toitenwinkel Dorf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürgerschaft entscheidet am 6. April über Bebauungsplan, der Festlegungen für die Ortslage trifft. Bis zu 66 Wohnungen sollen entstehen.

von
erstellt am 01.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Am 6. April entscheidet die Bürgerschaft, wie sich Toitenwinkel Dorf entwickeln wird. Der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan für die ländliche Ortslage steht dann auf der Tagesordnung. Über sieben Jahre wird darüber schon debattiert, erklärt der Leiter des Stadtplanungsamtes, Ralph Müller.

Anwohner hatten eine Bürgerinitiative gegründet und sich gegen die geplante Verdichtung, den Neubau von Wohnungen gewehrt. Im Ergebnis lehnte die Bürgerschaft den ersten B-Plan ab. Resultat ist nun eine abgespeckte Variante. Statt rund 100 Wohnungen dürfen nur noch 32 bis maximal 66 dazukommen. Teilweise dürfen einst dafür vorgesehene Straßen doch nicht bebaut werden. „Das Baufeld neben der Kirche und dem Friedhof wurde reduziert“, sagt Müller. Maximal vier Einfamilienhäuser sollen dort entstehen. „Wir wollen ganz viele Bereiche vor zukünftiger Bebauung schützen“, sagt Müller. Auch Bedenken der Toitenwinkler in Anbetracht des zunehmenden Verkehrsaufkommens wurden berücksichtigt. Die Krummendorfer Straße wird zum Beispiel zum verkehrsberuhigten Bereich. Vor der Kirche werden 24 Stellplätze ausgewiesen. Die Stadt wird im Fünf-Jahres-Rhythmus das Verkehrsaufkommen prüfen. „Das Stadtplanungsamt ist sehr vorsichtig vorgegangen, um möglichst auch Interessen vieler Beteiligter zu berücksichtigen“, sagt Anke Knitter (SPD). Sie sitzt dem Ortsbeirat Toitenwinkel vor. Schon vor rund zehn Jahren wollte der Eigentümer einer Fläche Wohnungen bauen und bekam Gegenwind seiner Nachbarn. Bis heute konnte er nicht bauen. Andernorts könnten Bauherren, wenn nur nach Baugesetzbuch entschieden würde, durchaus Erfolg haben. Doch dann hätten Stadt, Ortsbeirat und Anwohner kaum mitentscheiden können, was gebaut wird. „Die Idee war, eine rechtssichere Grundlage für alle zu schaffen“, sagt sie, „dass die Verdichtung möglich wird und der ländliche Charakter erhalten bleibt.“ Die stellt der B-Plan dar, er weist die Dorflage als allgemeines Wohngebiet aus. Bestehendes Gewerbe darf bleiben. Kirchhof und Gemeindezentrum sind als Flächen für den Gemeinbedarf gesichert. Festgesetzt werden auch öffentliche und private Grünflächen, ein privater Kinderspielplatz auf der ehemaligen Gutsanlage oder auch ein offener Gewässerlauf.

„Der Bereich um den ehemaligen Gutshof hat so strenge Festsetzungen, dass man sich wundern muss, dass es jemanden gibt, der das umsetzen will“, sagt Knitter. Aber Interessenten sind da – seit Jahren und noch immer.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen