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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 14:59 Uhr

Rostock : Kita-Eltern wollen mehr Mitsprache

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansestädter planen am 7. November die Gründung einer neuen Stadtvertretung

svz.de von
erstellt am 04.Nov.2017 | 16:00 Uhr

Schließtage, die Essensversorgung, das Entgelt oder der Betreuungsschlüssel – es gibt zahlreiche Themen, die Eltern von Kita-Kindern in Rostock interessieren. Ganz gleich, welchen Träger die Einrichtung hat. „Genau da wollen wir ansetzen“, sagt Bastian Schwennigcke. „Wesentliche Entscheidungen über die Kita-Landschaft der Stadt werden auf kommunaler Ebene geführt. Deshalb brauchen die Eltern auf gleicher Ebene eine starke, eigene Stimme“, erklärt der zweifache Vater. Er gehört zu den Initiatoren des neuen Kita-Stadtelternrates Rostock, der am 7. November gegründet werden soll.

Bereits seit einem Jahr ist eine Gruppe engagierter Mütter und Väter dabei, das künftige Gremium und seine Aufgabenfelder vorzubereiten. Bis jetzt haben sich schon Vertreter aus 14 Rostocker Kitas in der Arbeitsgemeinschaft zusammengefunden. Ziel sei es, dass aus jeder der 90 Rostocker Kitas, die sich alle in privater Trägerschaft befinden, ein Elternratsmitglied in den Stadtrat entsandt wird und dort Stimmrecht hat. „Da die Sitzungen aber öffentlich sein sollen, können jederzeit auch weitere interessierte Eltern vorbeischauen“, so Schwennigcke. Schließlich ginge es auch darum, für Vernetzung und Transparenz zu sorgen und Beratung zu leisten.

Zu den Ersten, die sich für eine Mitarbeit bereit erklärten, gehört auch Lars Hexel. „Am Ende gibt es an jeder Kita fast die gleichen Probleme – da ist es gut, vielleicht auch von anderen Lösungen oder Ideen zu profitieren. Und wenn man etwas bewegen will, braucht es immer mehrere“, nennt er seine Beweggründe.

Eines steht für Hexel, Schwennigcke und ihre Mitstreiter aber bereits fest: Das Engagement des Kita-Stadtelternrates soll keine Einbahnstraße sein, die Träger der Einrichtungen durchaus mit ins Boot geholt werden. Zum Beispiel, um festzustellen, inwieweit diese sich eine Unterstützung durch das neue Gremium vorstellen könnten. Auch Kontakt zu den zuständigen Ämtern sowie zu Vetretern des letzten Kita-Stadtelternrates, der sich 2007 auflöste, hätte es schon gegeben. „Wir wissen, dass wir nicht die gleichen gesetzlichen Rahmenbedingungen haben wie zum Beispiel ein Schul-Elternrat. Aber wir haben das Recht, ernst genommen und gehört zu werden“, sagt Initiator Schwennigcke.

Termin: 7. November, 18 Uhr, Saal der Europäischen Fachhochschule, Neptunstraße 5

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