zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Oktober 2017 | 15:18 Uhr

Kita-Container bleiben im Lindenpark

vom

svz.de von
erstellt am 17.Dez.2012 | 10:10 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Die Kindertagesstätte Lindenpark ist nach zweijähriger Sanierung Mitte November wieder an ihre Nutzer übergeben worden. Doch die Container, in denen die Kinder zwischenzeitlich betreut wurden, stehen noch immer am Rande des Lindenparks. Und wie jetzt bekannt gegeben wurde, bleiben sie dort vorerst auch stehen. Sie sollen einer weiteren Kindertagesstätte, der Kita Buntes Kinderhaus, als Ausweichquartier während der dortigen Sanierungsarbeiten dienen. Die Sondernutzung wurde vom Grünamt zunächst bis Ende März 2013 verlängert. Doch wie der Sprecher des Kommunalen Eigenbetriebs für Objektbewirtschaftung und -erneuerung (KOE), Nico Seefeld, mitteilte, wird eine erneute Verlängerung nötig: "Die Sanierung der Kita Buntes Kinderhaus ist bis Ende März 2013 nicht zu schaffen."

Spätestens Anfang Februar ist Umzug

Die Mitglieder des Ortsbeirates der Kröpeliner-Tor-Vorstadt sind sauer über die Verlängerung der Sondernutzung. Allen voran die Vorsitzende Anette Niemeyer (Aufbruch 09). Sie und ihre Kollegen aus dem Ortsbeirat waren schon damals gegen die Container. "Es ist ein unzulässiger Eingriff in das Denkmal", so Niemeyer. Denn zur Gründung der Container musste auf dem ehemaligen Friedhof gegraben werden. Nur zähneknirschend nahmen die Mitglieder des Ortsbeirates am Ende die Übergangslösung hin, denn es gab keine Alternative. "Wir wollten der Sanierung der Kita Lindenpark ja nicht im Wege stehen, im Gegenteil. Wir haben uns dafür eingesetzt", so Niemeyer. Doch jetzt befürchtet sie, dass die Übergangslösung zu einem dauerhaften Ausweichlager wird.

Dass die Ortsteilvertreter lediglich über die Verlängerung informiert und so vor vollendete Tatsachen gestellt wurden, sorgt für Unmut. "Es war klar, dass es Ärger mit uns geben würde", sagte Niemeyer bei der vergangenen Sitzung des Ortsbeirates. Die Mitglieder beschlossen darum, dass sie nun vorsorglich eine weitere Verlängerung der Sondernutzung ablehnen werden. Darüber hinaus wollen sie den verantwortlichen Ämtern der Stadtverwaltung ihren Ärger kundtun.

Antragsteller für die Verlängerung der Sondernutzung vom 28. September 2012 bis zum 31. März 2013 war der Kommunale Eigenbetrieb KOE, der bereits die Sanierung der Kita Lindenpark vorgenommen hatte und nun auch für die Arbeiten in der Kita Buntes Kinderhaus zuständig ist. Diese soll laut Sprecher Seefeldt Ende Januar oder Anfang Februar vom Burgwall in den Lindenpark umziehen. "Weil es noch keinen endgültigen Ablaufplan gibt, ist die Kita noch nicht informiert worden." In der Kita werden momentan 72 Kinder in drei altersgemischten Gruppen von null bis fünf Jahren von zehn Erzieherinnen und zwei technischen Mitarbeitern betreut. Prinzipiell gilt, dass der Ortsbeirat zwar Einwände gegen Sondernutzungen wie diese einlegen kann, aber letztlich die zuständigen Ämter der Hansestadt einen gültigen Beschluss fassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen