Rostock : Kippt jetzt auch das Projekt Groter Pohl?

Anlass für die Diskussionen um das Bauprojekt am Groten Pohl ist der Rückzug der Baugenossenschaft Neptun aus dem Rosengarten-Wohnungsbauvorhaben.
Anlass für die Diskussionen um das Bauprojekt am Groten Pohl ist der Rückzug der Baugenossenschaft Neptun aus dem Rosengarten-Wohnungsbauvorhaben.

CDU-Fraktion befürchtet weiteren Rückzug der Baugenossenschaft BG Neptun

svz.de von
21. Februar 2018, 08:00 Uhr

Ist nach dem Rücktritt der Baugenossenschaft (BG) Neptun vom Bauvorhaben am Rosengarten nun auch das Projekt Groter Pohl in Gefahr? Das befürchtet der Rostocker CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Peters. „Da die BG Neptun auch von der Direktvergabe am Groten Pohl profitieren soll, ist fraglich, ob wir hier ein ähnliches Desaster erleben müssen“, so Peters.

Nachdem die CDU bereits die Direktvergabe der Grundstücke beim Rosengarten an die BG Neptun und die Wohnungsgenossenschaft Schiffahrt-Hafen (WGSH) kritisiert hatte, sei nun Transparenz erforderlich. „Zugleich wäre nun der Zeitpunkt, nochmals eine Konzeptausschreibung auf den Weg zu bringen, um für beide Standorte das beste städtebauliche Konzept für die Bürger umsetzen zu können“, so Peters. Die Vorwürfe der CDU will Ina Liebing so nicht stehen lassen. Für die BG Neptun sei es die ganze Zeit darum gegangen, „schnell und unkompliziert Wohnungen für die Menschen in Rostock zu bauen“, sagt das Vorstandsmitglied. Beim Groten Pohl gebe es Liebing zufolge bis jetzt offene Gespräche.

Überrascht vom Rosengarten-Rücktritt der BG Neptun war die Stadtverwaltung. Die Aussage der Genossenschaft, mit den Konditionen nicht einverstanden zu sein, beziehe sich laut Stadtsprecher Ulrich Kunze vermutlich auf die Einhaltung einer Fertigstellungsfrist. Verständnis für den Rücktritt hat dagegen Sybille Bachmann. „Eine Genossenschaft ist ihren Mitgliedern verpflichtet“, sagt die Vorsitzende der Fraktion Rostocker Bund/Graue/Aufbruch 09. Schuld an der aktuellen Situation seien ihrer Meinung nach die gestellten Bedingungen durch SPD, Linke und Grüne. „Wenn für Genossenschaften höhere Hürden angelegt werden als für die Wiro oder die Privatwirtschaft, dann geht das nicht – und hier war es so“, sagt Bachmann.

„Da es sich bei der Direktvergabe um eine Ausnahme handelt, muss diese wohl begründet sein. Aus diesem Grund haben wir relativ hohe qualitative Anforderungen gestellt“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Steffen Wandschneider-Kastell. Er könne sich vorstellen, den Bürgerschaftsbeschluss dahingehend zu ändern, dass die WGSH am Rosengarten allein bauen darf. Schließlich ginge es um die dringend notwendige Schaffung von Wohnraum.



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