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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. August 2017 | 02:53 Uhr

Warnemünde : Kippen den Kampf ansagen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Pilotprojekt: Ostsee-Ascher für Umwelt- und Küstenschutz. Zigarettenstummel sind schwer abbaubar.

Mit einem Pilotprojekt sagen die Tourismuszentrale und der Verein Die Küsten Union Deutschland den Zigarettenkippen am Strand den Kampf an. Deshalb stehen jetzt an drei Abschnitten gelbe Aschenbecher-Kästen für die Saison. „Wir haben die Hotspots am Strandaufgang 4, 12 und 26 ausgewählt“, sagt Nardine Stybel, Geschäftsführerin des Vereins Die Küsten Union Deutschlands. Beim Aufgang 4 und 12 befinden sich jeweils zwei Ostsee-Ascher. Stybel betont: „Was die meisten nicht wissen: Zigarettenkippen verrotten nicht. Der Filter besteht aus dem Kunststoff Cellulose-acetat, der erst in mehreren Jahren in kleinere Teile zerfällt“, erklärt Stybel. Ursprünglich stammen die Ascher – die Ballot Bins – aus Großbritannien. Dort stehen sie auch an Bushaltestellen.

Bei einer Spülsaumuntersuchung der Küsten Union Deutschland, die vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde begleitet wird, hat sich herausgestellt, dass am Strand Kippen die häufigsten Meeresmüllteile sind. „Seit Jahren bemühen wir uns, unsere Strände sauber zu halten“, sagt Tourismusdirektor Matthias Fromm. Sein Anliegen ist es, die Menschen für die bewusste Entsorgung von Zigarettenkippen und anderem Müll zu sensibilisieren. Schließlich fallen saubere Strände auch in die Kriterien für die Blaue Flagge, die Warnemünde, Markgrafenheide, Diedrichshagen und Hohe Düne seit 20 Jahren verliehen bekommen. „Um Müll und Kippen zu beseitigen, setzen wir auch die Strandreinigungsmaschine Beach Tech 2000 punktuell bis zu drei Mal pro Woche auf einer Länge von 2,5 Kilometern in Warnemünde ein“, sagt Fromm.

Wie wichtig Umweltschutz ist, zeigt sich daran: „Wir haben eine Stelle für Umweltmanagement geschaffen, die Kristin Plühmer ausübt“, so Fromm. Er hofft, dass sich alle Raucher am Pilotprojekt beteiligen.Fragen: strand@rostock.de

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erstellt am 27.Jul.2016 | 22:00 Uhr

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