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Drei Jahre Haft für 50-jährigen Schweriner : Kinderschänder verurteilt

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Wegen des sexuellen Missbrauchs seiner Stieftochter ist ein 50-Jähriger gestern vor dem Landgericht Schwerin zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden.

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erstellt am 03.Dez.2011 | 03:45 Uhr

Schwerin | Wegen des sexuellen Missbrauchs seiner Stieftochter ist ein 50-Jähriger gestern vor dem Landgericht Schwerin zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Dem Angeklagten Leonhard S. sei zugutegehalten worden, dass er nun, rund ein halbes Jahr nach der letzten Tat, Reue zeigt und ein vollständiges Geständnis ablegte, hieß es.

Die Staatsanwältin und die Vertreterin des heute zwölfjährigen Mädchens hatten eine um zehn Monate längere Strafe gefordert, der Verteidiger hingegen auf zwei Jahre Gefängnis plädiert.

Der Richter merkte an, dass dem Mädchen von Mitte 2010 bis Mai dieses Jahres ein "einjähriges Martyrium zugefügt worden ist". Während dieser Worte blickte Leonhard S. ohne Regung auf die Tischplatte vor ihm. Der Fernfahrer hatte das Kind sieben Mal in der heimischen Wohnung und einmal im Auto intim berührt und versucht, sie zum Beischlaf zu drängen. Einmal fotografierte er mit dem Handy, wie er sie zum Oralverkehr zwang. Auf diese Fotos stieß schließlich die Ehefrau des Täters, woraufhin sie mit ihrer Tochter zur Polizei ging.

Schon 2002 war Leonhard S. vorgeworfen worden, sich an der damals Dreijährigen vergangen zu haben. Laut der Opferanwältin führte das Verfahren damals zu keinem Ergebnis, weil das Kind wegen einer Sprachstörung nicht sagen konnte, was passierte.

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