Kinder spielten mit Feuer - Lagerhalle in Rostock abgebrannt

Foto: Christina Milbrandt
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23. März 2013, 12:18 Uhr

Rostock | Einen Tag nach dem Brand einer Lagerhalle in Rostock steht die Ursache fest: Kinder oder Jugendliche hätten in der 70 mal 100 Meter großen Halle mit offenem Feuer gespielt, teilte die Polizei in Rostock am Sonnabend mit. Als der Brand am Freitag außer Kontrolle geriet, seien sie aus dem Gebäude - die Feuerwehr sprach von einer leerstehenden Baracke - im Stadtteil Dierkow geflüchtet. Das hätten erste Ermittlungen ergeben. Verletzte gab es nicht.

Die Flammen hätten das Dach zum Einsturz gebracht, hieß es von der Feuerwehr, die stundenlang gegen die Flammen kämpfte.

Freitag, 22.03.2013:

Es ist 16.20 Uhr, als in der Berringerstraße Rauch aus einer ehemaligen Lagerhalle aufsteigt. Sofort rückt die Feuerwehr mit allen verfügbaren Kräften aus. Als sie vor Ort eintrifft, schlagen die Flammen meterhoch aus dem leerstehenden Gebäude. Die Rauchentwicklung ist enorm: Innerhalb kürzester Zeit ist der Qualm bis in die Kröpeliner-Tor-Vorstadt zu sehen. Die Polizei spricht vorsorglich eine Gefahrenmeldung aus: Bewohner der umliegenden Straßenzüge sollen Fenster und Türen geschlossen halten. Die brennende Halle ist nur wenige Meter von den nächsten Wohnblöcken entfernt.

Von seinem Fenster aus beobachtet der 19-jährige Henri Keding den Brand. "Ich habe kurz vor 17 Uhr die Feuerwehr gehört und dann aus dem Fenster den Funkenschlag gesehen. Zuerst dachte ich an einen Kurzschluss", sagt er.

Die Feuerwehrleute haben alle Hände voll zu tun: Zwei Stunden nach der Alarmierung sind sie immer noch mit zehn Einsatzfahrzeugen vor Ort und versuchen, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Hinter dem Absperrband haben sich zahlreiche Schaulustige versammelt, um die Löscharbeiten zu beobachten.


Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden die Anwohner aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Bis zum Abend war das Feuer gelöscht. Den Schaden schätzte die Polizei auf mehrere tausend Euro.



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