Stadtweide : Kiefernweg sucht Anschluss

Gegenüber der Einfahrt von Auto-Schröder soll die Anbindung des Wohngebiets Kiefernweg erfolgen. Ortsbeiratsmitglied Silvia Schmidt (v. l.), Unternehmer Willfried Schröder, Anwohner Manfred Joseph und Kleingartenvereinschef René Papenhagen fordern eine Verlegung.
Gegenüber der Einfahrt von Auto-Schröder soll die Anbindung des Wohngebiets Kiefernweg erfolgen. Ortsbeiratsmitglied Silvia Schmidt (v. l.), Unternehmer Willfried Schröder, Anwohner Manfred Joseph und Kleingartenvereinschef René Papenhagen fordern eine Verlegung.

Bürger kritisieren geplante Lage der Erschließungsstraße ins neue Wohnviertel. Die Kleingartenanlage würde zweigeteilt werden.

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22. Februar 2018, 05:00 Uhr

Ortsbeirat, Anwohner und Kleingärtner – sie alle plädieren für eine Anbindung des geplanten Wohngebietes Kiefernweg über die gleichnamige Straße im Westen. Und statt einer klassischen Kreuzung an der Satower Straße befürworten sie dort einen Kreisverkehr. Die Verwaltung hingegen bevorzugt im ausgelegten B-Plan eine Stichstraße, die auf Höhe von Auto-Schröder nach Süden führt und die Kleingartenanlage Satower Straße zerschneidet.

Diese Variante sei „unter den Maßgaben der Verkehrsplanung, des Umwelt- und Naturschutzrechts sowie der Grundstücksverfügbarkeit alternativlos“, heißt es in einer Vorlage für die Bürgerschaft. Gründe, die gegen den Kiefernweg sprächen, seien dessen Nähe zu Biotopen und dem Schutzgebiet Grenzgrabenwiese sowie die Eigentumsverhältnisse im Kreuzungsbereich. Aus Sicht der Kritiker ist das falsch. Zumal gleich der Folgesatz in der Vorlage erklärt, andere Streckenführungen seien „mit Ausnahmen genehmigungsfähig“.

Und die fordern die Betroffenen vor Ort angesichts der Probleme mit der Stichstraße ein. Für diese soll die Satower Straße um eine Linksabbiegespur ins neue Wohnviertel erweitert werden. Auf der Westseite ist eine Verkehrsinsel als Querungshilfe vorgesehen. Für den Abschleppdienst und die Werkstatt von Willfried Schröder ist das existenzbedrohend: Große Fahrzeuge können nicht mehr aus beiden Richtungen auf den Betriebshof einbiegen. Schon gar nicht ohne Verstoß gegen Verkehrsregeln und ohne die ganze Hauptstraße zum Erliegen zu bringen. „Nach dem jetzigen Stand funktioniert es nicht“, sagt Schröder. Zudem arbeiteten die Planer nachweislich mit falschen Grundstücksgrenzen.

Für die Fahrbahnerweiterung soll die Satower Straße um 3,20 Meter an die Hausnummern 56 bis 65 rücken, kritisiert Anwohner Manfred Joseph. Das widerspreche dem Ziel des Lärmschutzes. Joseph stellt klar: „Das Wohngebiet finden wir gut, das wertet die Gegend auf.“ Allerdings sei weder die Lage der Erschließungsstraße nachzuvollziehen, noch warum die Chance zur Vorbereitung einer Südtangente nicht genutzt werde. Diese könne vom Kiefernweg bis zur Mensa beziehungsweise zur Nobelstraße führen und perspektivisch weitere neue Wohngebiete anschließen.

Um den Ausbau des Kiefernwegs und der Kreuzung zu ermöglichen, wäre Kleingartenvereinschef René Papenhagen bereit, die notwendigen Parzellen abzugeben. Der jetzigen Stichstraßen-Lösung würden 19 der insgesamt 123 Parzellen zum Opfer fallen. 15 weitere wären als Enklave im Osten abgeschnitten.Torben Hinz

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