Hansa Gegen Lotte : Kicken auf einer Modderwiese

Das Hoffen auf eine Siegesserie: „Wer sich die Liga anschaut, der weiß, dass es jede Woche sowohl in die eine als auch in die andere Richtung gehen kann. Alles ist möglich. Lotte war vor dem Sieg gegen Chemnitz Zehnter, ist jetzt Vierter. Da sieht man, was möglich ist, wenn man auch mal zwei oder drei Spiele gewinnt. Aber darüber brauchen wir jetzt nicht zu reden, sondern müssen erst einmal mit dem ersten Sieg anfangen“, sagt Hansa-Kicker Christopher Quiring.
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Das Hoffen auf eine Siegesserie: „Wer sich die Liga anschaut, der weiß, dass es jede Woche sowohl in die eine als auch in die andere Richtung gehen kann. Alles ist möglich. Lotte war vor dem Sieg gegen Chemnitz Zehnter, ist jetzt Vierter. Da sieht man, was möglich ist, wenn man auch mal zwei oder drei Spiele gewinnt. Aber darüber brauchen wir jetzt nicht zu reden, sondern müssen erst einmal mit dem ersten Sieg anfangen“, sagt Hansa-Kicker Christopher Quiring.

Fußball-Drittligist Hansa muss bissiger und aggressiver sein, denn Kombinationsfußball wird auf dem Platz in Lotte nicht möglich sein

svz.de von
10. März 2017, 08:00 Uhr

Es passen zwar nur 10 059 Fußballfans rein, dennoch war das Frimo Stadion in Lotte – oder vielmehr dessen ramponierte Spielfläche – in den vergangenen Wochen in aller Munde. Mehrere Partien mussten verschoben werden, darunter das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund (Nachholtermin ist der kommende Dienstag). Morgen tritt nun Drittligist FC Hansa Rostock zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte bei den Sportfreunden Lotte an.

„Wir brauchen nicht über fußballerische Abläufe zu reden, denn das ist eine Modderwiese und der Boden sehr tief. Da könnte man wahrscheinlich mit Gummistiefeln drauf herumlaufen. Es geht für uns nur um die Mentalität“, sagte Hansa-Coach Christian Brand.

Der 44-Jährige versuchte in dieser Trainingswoche, sein Team auf die besonderen Verhältnisse vorzubereiten: „Wir brauchen erst gar nicht zu versuchen, ein großes Mittelfeldspiel aufzuziehen und zu kombinieren. Lotte gewinnt die Spiele, weil sie dem Gegner den Schneid abkaufen. Wir müssen bissiger und aggressiver sein, um Lotte in die Knie zu zwingen. Da ist es egal, wie der Platz ist.“

Dennoch spielt der „Rasen“ in den Köpfen der Spieler, die am Mittwochabend teilweise das 3:0 von Lotte gegen den Chemnitzer FC im Livestream sahen, eine Rolle. „Er ist zwar noch grün, aber eben sehr uneben. Ich war schon ein bisschen geschockt, dachte nicht, dass der Platz so schlecht ist“, sagt FCH-Stürmer Soufian Benyamina, der die Partie komplett verfolgte.

Winterpausen-Neuzugang Christopher Quiring, der aus seiner Zeit in der 2. Liga bei Union Berlin andere Plätze kennt, würde „natürlich lieber gerne auf einem perfekten Rasen spielen. Aber wir müssen uns einfach darauf einstellen, dass kein rechtes Fußballspiel zustande kommen wird. Das gilt es im Kopf anzunehmen.“

Der 26-Jährige sieht in jedem Fall noch großes Steigerungspotenzial, lobt aber die Moral beim 1:1 gegen Aalen: „Auch wenn wir nicht gut gespielt haben, holten wir wenigstens noch einen Punkt und sind nicht untergegangen.“

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