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21. November 2017 | 01:43 Uhr

Kfz-Handwerker streiken für 5,5 Prozent mehr Lohn

vom

svz.de von
erstellt am 05.Jun.2013 | 07:38 Uhr

Rostock | Rostocks Kfz-Handwerker sind gestern laut geworden. Mit Trillerpfeifen und Plakaten machten sie in einem Warnstreik auf ihre Forderungen aufmerksam. Denn zur gleichen Zeit lief die zweite Runde der Verhandlungen zum Flächentarifvertrag für Mecklenburg-Vorpommern in Rostock. Die Mitarbeiter aus den Werkstätten der Mercedes-Benz-Niederlassungen in Brinckmansdorf und Schutow sowie deren Kollegen des MAN-Standortes im Osthafen taten sich dafür zusammen. Ab 10 Uhr demonstrierten nach Gewerkschaftsangaben 85 Handwerker und Auszubildende vor dem Mercedes-Autohaus in der Tessiner Straße. Am Montag hatte die erste Verhandlungsrunde stattgefunden.

"Wir fordern 5,5 Prozent mehr Gehalt", sagt Anke Brauer, Gewerkschaftssekretärin bei der IG Metall Küste und zuständig für die Daimler-Mitarbeiter. Außerdem wollen die Kfz-Mechaniker 30 Urlaubstage, wie sie ihren Kollegen beispielsweise in Schleswig-Holstein bereits zustehen. Auch fünf Prozent mehr Weihnachtsgeld stehen auf der Seite der Forderungen. "Darüber hinaus fordern wir eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung", so Brauer. Nur so könne verhindert werden, dass Nachwuchskräfte abwandern, die in den alten Bundesländern besser bezahlt werden. "Im Bereich der Ausbildungsvergütung liegt Mecklenburg-Vorpommern 14 Prozent unter dem Niveau in den alten Bundesländern", betont Brauer.

Das Angebot von der Arbeitgeberseite lautete am Montag noch 2,2 Prozent mehr Gehalt ab Juli und eine weitere Erhöhung um 2 Prozent ab August 2014. Für Azubis sollte es monatlich 20 Euro mehr geben, im vierten Lehrjahr 25 Euro. Damit ist die Gewerkschaft nicht zufrieden.

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