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Nordmetall : Keine Tarifgespräche über Zeitarbeitskräfte

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Die Nordmetall-Arbeitgeber haben sich strikt gegen die Forderung der IG Metall ausgesprochen, künftig beim Einsatz von Zeitarbeitskräften mitreden zu wollen. Zeitarbeit sei kein nennenswertes Thema.

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erstellt am 06.Nov.2011 | 10:17 Uhr

Rostock | Die Nordmetall-Arbeitgeber haben sich strikt gegen die Forderung der IG Metall ausgesprochen, künftig beim Einsatz von Zeitarbeitskräften mitreden zu wollen. "Die Zeitarbeit ist kein nennenswertes Thema. Der Beschäftigungsaufbau läuft mehrheitlich über Stammarbeitsplätze", sagte am Wochenende der Verhandlungsführer von Nordmetall bei den anstehenden Tarifverhandlungen, Thomas Lambusch.

Bundesweit seien seit März 2010 in der Metall- und Elektrobranche 135 000 feste Arbeitsverhältnisse und nur 40 000 Zeitarbeitsstellen geschaffen worden. "Die Gewerkschaft macht eine Baustelle auf, die eigentlich gar keine ist." In der deutschen Metall- und Elektroindustrie gebe es derzeit rund 240 000 Arbeitnehmer in Zeitarbeitsverhältnissen, knapp über fünf Prozent aller Mitarbeiter. Ende November treffen sich in Hamburg Vertreter von Nordmetall und der IG Metall Küste zu einem Tarifgespräch. Die Gewerkschaft hatte jüngst beschlossen, zunächst nicht über Geld, sondern nur über sogenannte nichtmonetäre Themen wie Zeitarbeit oder eine Übernahmevereinbarung für Auszubildende reden zu wollen. Wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit sollen Gehaltsforderungen erst im Frühjahr gestellt werden, der Tarifvertrag läuft bis Ende März.

Laut Gewerkschaftsforderung sollen Betriebsräte künftig über Einsatz, Dauer und Übernahme der Leiharbeiter in reguläre Arbeitsverhältnisse mitbestimmen können. Lambusch, der das Rostocker Elektrotechnik-Unternehmen SEAR leitet, vermutet, dass die IG Metall diese Arbeitnehmer in ihre Verantwortung bekommen wolle.

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