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Norddeutsche Neueste Nachrichten

16. Dezember 2017 | 15:40 Uhr

Kein Königsweg

vom

Max-Stefan Koslik: Was passiert mit Großstädten?

svz.de von
erstellt am 17.Sep.2007 | 08:03 Uhr

Die Enquetekommission zur "Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung" hat sich jüngst mit den Stadt-Umland-Beziehungen befasst, und berührte dabei ein Problem, welches bei der missglückten Kreisreform außen vor geblieben war: Wie sichert man das Überleben der wenigen Großstädte im Land, ohne sie in Landkreise einzugemeinden? Rein theoretisch eigentlich gar keiner Debatte wert. Nüchtern betrachtet, lautet die Frage nämlich lediglich: Kann eine kreisfreie Stadt - finanziell - allein überleben oder nicht? Die Antwortet lautet für alle sechs kreisfreien Städte, dass sie pleite sind. Also "Nein".
Nun entbrennt die Debatte um den Ausweg: Entweder man gemeindet Umlanddörfer en masse ein, oder man wird doch selbst in den umliegenden Kreis eingemeindet. Also fressen oder gefressen werden. Zwar hat die Enquetekommission festgestellt, dass die Eingemeindung für das verhältnismäßig kleine Schwerin mit 96000 Einwohnern im Gegensatz zu Rostock kein praktikabler Weg ist, doch lässt sich das nach einer Anhörung schon mit solcher Sicherheit sagen? Müsste nicht viel mehr gelten, dass Stadt und Gemeinden einen Dialog versuchen? Es sei denn man steuert doch auf den Status eine großen kreisangehörigen Stadt zu. Der einfache Ruf in Richtung Landesregierung nach mehr Geld fruchtet nicht. Es gibt keinen Königsweg.

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