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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. Oktober 2017 | 20:59 Uhr

Rethwisch : Katzenrettung wird teuer für Paar

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Behandlungskosten für verletzten Streuner Mauzi kosten Gerhard Lüdtke und Kerstin Pioch über 1000 Euro

svz.de von
erstellt am 17.Jul.2016 | 09:00 Uhr

Dass Mauzi eine echte sogenannte dreifarbige Glückskatze ist, kam der Samtpfote jetzt selbst zugute. Denn Gerhard Lüdtke und seine Lebensgefährtin Kerstin Pioch entdeckten das verletzte Tier, vermutlich ein Streuner, Mitte Juni in einem Graben nahe ihrer Parzelle in der Gartenanlage Neuer Weg in Rethwisch und kümmern sich seitdem liebevoll um die Samtpfote. Aber dass ihr Herz für Tiere ihnen einmal so teuer zu stehen kommen würde, damit haben die beiden nicht gerechnet. Denn die Rostockerin und der Rethwischer mussten die Kosten für die Behandlung der Schildpatt-Katze bis jetzt komplett aus eigener Tasche zahlen. „Weit über 1000 Euro sind bis jetzt zusammen gekommen. Wir dachten eigentlich, dass der Tierschutzverein in solch einem Fall helfen kann“, sagt Gerhard Lüdtke.

Als das Paar die Katze eines Abends findet und sieht, dass sie schwere Verletzungen am rechten Hinterbein hat, bringen sie sie sofort in die Tierklinik. „Bei der Anmeldung wurde uns gesagt, dass, wenn man das Tier einmal gefüttert hat, man auch dafür zuständig ist“, erzählt der 66-Jährige. Denn die Katze ist keine Unbekannte für das Paar. „Wir haben sie seit etwa einem Jahr immer wieder in der Gartenanlage rumstreunen sehen, ihr ab und zu etwas zu fressen hingestellt, auch wenn sie nicht unsere Katze ist. Und das haben wir den Ärzten so erzählt“, sagt Lüdtke.

In der Tierklinik operieren die Ärzte Mauzi, wie das Paar die Samtpfote getauft hat. Die Mediziner müssen abgestorbene Haut unterhalb der Verletzung entfernen und behalten die Glückskatze für 15 Tage zur Überwachung in der Klinik. „Die Ärzte meinten, dass sie wahrscheinlich vier Jahre alt ist und die Verletzung von einem Biss oder einer Falle herkommt“, sagt der Rethwischer. „Nach zwei Wochen haben wir Mauzi dann aus der Klinik zu uns geholt, weil die Kosten einfach zu hoch geworden wären.“

Mauzi lebt jetzt erstmal bei ihnen in einem Käfig. „Die Ärzte sagten, dass sie alleine mit der Verletzung in der freien Natur noch nicht zurecht kommen würde“, berichtet Gerhard Lüdtke. Jeden Tag müssen die beiden Tierfreunde den Verband der Katze wechseln. „Mauzi ist so eine liebe und dankbare Katze. Die Behandlung und auch den Verbandswechsel lässt sie ohne zu kratzen oder zu beißen über sich ergehen. Der Arzt meinte, dass sie bestimmt merkt, dass ihr geholfen wird“, sagt der Rentner, der sich an den Tierschutzverein gewandt hat. Die Kosten seien einfach zu hoch, als dass Lüdtke und Pioch sie alleine tragen könnten. Zusammen mit dem Tierschutzverein hoffen die Katzenretter nun auf Spenden, um so wenigstens einen Teil der Ausgaben für die Behandlung zurückzubekommen. „Schon mit ein paar Euro wäre uns geholfen“, hofft Lüdtke auf Unterstützung. „Man kann ja auch nicht einfach sagen: Lass es sein. Man möchte ja, dass dem Tier geholfen wird und es ihm besser geht“, erklärt der Rentner, der die sanftmütige Katze schon etwas in sein Herz geschlossen hat.

Spenden an Rostocker Tierschutzverein, Verwendungszweck „Katze Mauzi“ auf das Ospa-Konto IBAN: DE35 1305 0000 0410 0014 57, Spendenbescheid gibt es beim Tierschutzverein unter 0381/400 12 50

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