Rostock : Katzenhäuschen angezündet

365 Tage im Jahr versorgt Helga Pipirs an Futterstellen im Nordwesten Katze Grauchen und andere Schützlinge. Dass Unbekannte die Häuschen angezündet haben, kann sie nicht verstehen.
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365 Tage im Jahr versorgt Helga Pipirs an Futterstellen im Nordwesten Katze Grauchen und andere Schützlinge. Dass Unbekannte die Häuschen angezündet haben, kann sie nicht verstehen.

Unbekannte fackeln Futterstellen in Evershagen ab. Tierschützer sind empört

svz.de von
10. Juni 2016, 12:00 Uhr

Schwarzer Qualm am Schulcampus Evershagen hat am Montagmorgen die Feuerwehr auf den Plan gerufen. Dabei mussten die Kameraden nicht nur zwei brennende Müllcontainer löschen, sondern auch drei angezündete Futterhäuschen für Streunerkatzen. „Der Hausmeister der Schule hatte es entdeckt“, sagt Helga Pipirs, die seit 14 Jahren die Tiere dort versorgt. „Als ich ankam, waren nur noch Ruß und Asche zu sehen. Es ist eine Schande“, sagt die 75-Jährige.

Als die Feuerwehr angerückt war, habe der Hausmeister nur noch ein „Rudel“ schwarz gekleideter Gestalten Richtung Fischerdorf laufen sehen – erkennen konnte er niemanden. Von den drei Futterhäuschen ist eines völlig abgebrannt, die beiden anderen noch einigermaßen intakt, aber verrußt und verraucht. Gemeinsam mit Stefanie Drews vom Rostocker Katzenschutzbund habe sie versucht, alles so gut wie möglich wiederherzustellen – aber gesund sei das nicht mehr.

Einen ähnlichen Vorfall musste die Rostockerin bereits 2012 an selbiger Stelle erleben. „Damals hatten die die Häuschen völlig demoliert und Gift in das Futter und Trinkwasser der Katzen gemischt. Acht Tiere sind damals weggeblieben“, erinnert sich die Rentnerin. Den Hass gegen die Futterstellen und diejenigen, die sie bewirtschaften, können die nicht verstehen. „Viele Leute denken, dass wir nichts Besseres zu tun haben. Wir sollen aufhören die Katzen zu füttern, dann würden sie auch verschwinden und sich nicht vermehren – aber das Gegenteil ist der Fall“, sagt Pipirs.

Mithilfe der Futterplätze können Tierschützer und -ärzte die Katzen an Menschen gewöhnen, einfangen und kastrieren. Somit werden Krankheiten kontrolliert und die Population eingedämmt, statt erhöht. „Das müssen die Leute endlich verstehen“, sagt Helga Pipirs. Zum Wohl der Tiere und zu deren Schutz hoffe sie jetzt darauf, dass vielleicht jemand ein neues Futterhäuschen spendieren wird.

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