zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 21:46 Uhr

Bäume in Gefahr : Kastanien von Bakterien befallen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Gutachterin stellt Pseudomonas in der Parkstraße fest / Umweltsenator lässt den Bereich gegen wildes Parken mit Pollern versehen

svz.de von
erstellt am 20.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht aus dem Bereich der Kastanienallee in der Warnemünder Parkstraße. Die schlechte zuerst: „Dort wurden Pseudomonas-Bakterien nachgewiesen“, bestätigt Grünamtsleiter Stefan Neubauer. „Diese Bakterien sind ziemlich aggressiv und der geschwächte Baum wird oft von Pilzen befallen und muss im schlimmsten Fall gefällt werden.“ Baumkontrolleure hatten die schwärzliche Verfärbung der Rinden entdeckt, Baumexpertin Steffi Soldann vom Grünamt und eine Baumgutachterin nahmen Proben und schickten sie beim Amt für Pflanzenschutz ein. „Die Diagnose hat sich bestätigt“, sagt Neubauer. Dieses Bakterium ist von Süd- und Westeuropa im Nordosten angekommen. „Noch müssen die Bäume nicht gefällt werden, aber sie sind akut gefährdet und wir müssen das im Auge behalten“, so Neubauer. Wissenschaftler hoffen, dass es gelingt, gegen diese Bakterien resistente Bäume zu züchten.

Nach der schlechten die gute Nachricht: Zugeparkte Kastanien in der Parkstraße soll es in der nächsten Saison nicht mehr geben. Bausenator Holger Matthäus (Grüne) will mit anderen Ämtern und Senatskollegen Chris Müller (SPD) deutlich härter durchgreifen als in den Vorjahren. Dafür möchte er verstärkt mit dem Senatsbereich seines Amtskollegen zusammenarbeiten. „Wir werden im Herbst Poller in der Parkstraße aufstellen, damit die Wildparkerei aufhört“, so Matthäus. Das entspricht dem Wunsch vieler Warnemünder, für die dieser Zustand seit Jahren unhaltbar und Grund für Dauerkritik ist. Auch ein langer Wunsch des Ortsbeirates von Warnemünde und Diedrichshagen erfüllt sich damit. Beiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU) riet außerdem, die Bußgeldhöhe voll auszuschöpfen. Viele Falschparker wiegten sich in Sicherheit, dass sie mit 10 oder 15 Euro Bußgeld unter den Tagesgebühren von Parkautomaten liegen. Das führt zunehmend zu dieser ignoranten Dreistigkeit, dass geparkt wird, wo immer ein Platz frei ist. Manchmal werden sogar die Rettungswege zugestellt. „Damit soll endgültig Schluss sein“, sagt Matthäus. Ebenso mit dem Hin- und Hergeschiebe der Zuständigkeiten. Seit ein Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) übergreifend Verstöße ahnden kann, soll mit der Wildparkerei zwischen den Bäumen und an anderen Stellen Schluss sein.

Dann soll die Bußgeldhöhe nachkorrigiert werden. Dafür bestreifen Mitglieder des KOD mehrmals die Warnemünder Schwerpunkt-Bereiche und passen die Knöllchen in der jeweiligen Höhe an.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen