Kartellamt genehmigt Scandlines-Deal

Scandlines. dpa
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11. Juli 2012, 09:58 Uhr

Rostock | Grünes Licht vom Bundeskartellamt: Die Behörde hat das Abkommen vom 30. Mai zwischen Stena Lina und der Scandlines Deutschland GmbH bewilligt. Konkret geht es um den Erwerb von insgesamt fünf Fährrouten zwischen Schweden, Deutschland und Lettland. Der Deal ist Teil des Expansionsprogramms von Stena Line in Wachstumsmärkte.

300 Mitarbeiter sollen übernommen werden

Scandlines will sich hingegen künftig auf den Betrieb der drei Fährlinien in der südlichen Ostsee konzentrieren. Voraussichtlich Ende August soll der Verkauf über die Bühne gehen.

"Die Genehmigung des Bundeskartellamtes ist ein wichtiger Fortschritt im Expansionsprozess", sagt Gunnar Blomdahl, Geschäftsführer von Stena Line. Bekannt geworden waren die Kaufabsichten Ende Mai, nachdem die Scandlines-Unternehmensführung ihre etwa 300 Mitarbeiter über die bevorstehende Übernahme informierte. Die Angestellten sollen entsprechende Angebote von Stena Line als neuem Eigner der Frachtrouten bekommen.

Hintergrund dieser Übernahme ist das starke Wachstum im Seetransport von und nach Nord-Europa und den baltischen Staaten, von dem weiterhin eine positive Entwicklung erwartet wird. Die neuen Routen ins Baltikum komplimentieren das existierende Routennetz von Stena Line und verstärken das Angebot sowohl für den Fracht- als auch den Passagiertransport. Die fünf neuen Routen werden unter der Marke Stena Line betrieben. Im Detail geht es um die Linien von Travemünde in die lettischen Hafenstädte Ventspils und Liepaja, vom schwedischen Nynäshamn nach Ventspils sowie von Trelleborg nach Sassnitz und Rostock.

Konzentration auf den Passagierverkehr

Insgesamt sollen drei Schiffe auf den Routen ins Baltikum eingesetzt werden, zwei davon sind gechartert. Die Fähre "Ask" wird von Stena Line erworben. Das Fährschiff "Sassnitz" ist in der Übernahme der Routen inbegriffen.

Die von Trelleborg ausgehenden Verbindungen waren zuvor von der Stena-Line-Tochtergesellschaft Scandlines AB gemeinsam mit der Scandlines GmbH bedient worden. Durch die Übernahme ist Stena Line nun alleinige Eigentümerin der Routen, auf denen momentan insgesamt vier Schiffe eingesetzt werden.

Wie Scandlines-Geschäftsführer Søren Poulsgaard-Jensen erklärt, will sich das Unternehmen künftig auf den Passagierverkehr konzentrieren und verkauft darum den Großteil seiner Frachtrouten. Scandlines bedient die Verbindungen Rostock-Gedser, Puttgarden-Rødby und Helsingborg-Helsingør. Als einzige Frachtlinie verbleibt die Route von Rostock ins finnische Hanko bei Scandlines.

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