Kanupolo bietet hochklassige Duelle

<strong>Mit vollem Einsatz für das Team: </strong>Torhüter Moritz Buth beim Versuch den Ball abzuwehren. Das Tor hängt in zwei Metern Höhe und kann nur mit dem Paddel verteidigt werden. <foto>benjamin himmler</foto>
Mit vollem Einsatz für das Team: Torhüter Moritz Buth beim Versuch den Ball abzuwehren. Das Tor hängt in zwei Metern Höhe und kann nur mit dem Paddel verteidigt werden. benjamin himmler

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03. Juli 2012, 10:09 Uhr

rostock | Die Kanus verkeilen sich, die Spieler rufen sich Kommandos zu, der Ball zischt durch die Luft – beim 7. Rostocker Kanupolo-Turnier traten 17 Mannschaften gegeneinander an und gingen ein Wochenende lang ihrem Hobby nach.

Am Ende wurde der Vorjahressieger KSV Glauchau seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich im Finale gegen VMW Berlin durch. Aber auch die Gastgeber waren mit ihrem Ergebnis zufrieden: Erstmals seit 2007 konnte eine einheimische Mannschaft wieder den vierten Platz erreichen. Das Anfängerturnier wurde sogar von einem der vier Rostocker Teams gewonnen. Auch der dritte Platz gehörte den Lokalmatadoren.

Insgesamt etwa 200 Athleten aus Nord- sowie Ostdeutschland und sogar aus Dänemark traten im Flussbad an der Warnow bei bestem Wetter und 20 Grad Celsius Wassertemperatur gegeneinander an. Viele Gäste lobten vor allem die Lage und den Aufbau des Platzes. Doch bei Anpfiff war das alles vergessen, ging es hart zur Sache: Besonders im Finale des Turniers wurde hochklassiges Kanupolo mit großen Emotionen gespielt. Am Ende musste der dänische Schiedsrichter Asger Söndberg sogar beide Teams verwarnen.

Schutzweste und Helm sind notwendig

Dass Kanupolo auch nicht ganz ungefährlich ist, zeigt allein die Ausrüstung: Neben einer Schutzweste tragen die Spieler auch Helme mit Visier, denn von Zeit zu Zeit fliegen schon einmal die Paddel durch die Luft. Vor allem wenn die Kanus in vollem Tempo gefahren werden, entstehen enorme Kräfte. Nicht selten müssen die Spieler Eskimorollen durchführen und nicht umsonst wird Kanupolo gern als Wassersport-Football bezeichnet.

Je fünf Spieler treten gegeneinander an und versuchen den Ball, der einem Volleyball ähnelt, mit dem Paddel oder den Händen in das zwei Meter hoch hängende Tor zu bringen, welches ausschließlich mit dem Paddel verteidigt werden kann.

Zwei Schiedsrichter sind notwendig, um das lebhafte, stetig bewegungsreiche Treiben richtig beobachten zu können. „Kanupolo ist einfach unheimlich actionreich und schnell“, so Mitorganisator Andreas Thum.
Bis zu 1000 Gäste füllten das Flussbad am Wochenende und erfreuten sich an dem nicht ganz alltäglichen Sport an einem nicht alltäglichen Ort.


Ergebnisse:

Könnerklasse
1. KSV Glauchau, 2. VMW Berlin, 3. Bremen, 4. Rostock I, 5. HKC, 6. Kopenhagen, 7. Leipzig II, 8. SC Riesa, 9. Esbjerg, 10. Leipzig I, 11. Rostock Oldschool, 12. Potsdam

Anfängerklasse
1. Rostock II, 2. Isekeiler, 3. Rostock III, 4. Seepferdchen, 5. FU Berlin

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