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20. November 2017 | 22:12 Uhr

Kanonsberg: Hochwasser nach jedem Regen

vom

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2013 | 07:19 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Ein etwas stärkerer Regen reicht - schon steht das Wasser in den Gärten am Fuße des Kanonsberges. Anwohner der angrenzenden Haedgestraße sind deshalb sauer. Einige können den hinteren Ausgang ihres Grundstücks nicht nutzen, andere kommen mit ihren Kindern ohne Gummistiefel nicht mehr zu den Spielgeräten im Garten. "Aktuell steht das Wasser hinter unseren Häusern fast kniehoch. Seit 14 Tagen ist das jetzt so", sagt Helmut Teichmann. Er sorgt sich vor allem um die Bäume und Sträucher, die nach jedem Regenguß oder Tauwetter im Wasser stehen. Beim Grünamt der Stadt ist das Problem bekannt. "Erhebliche Probleme mit sich stauendem Wasser gibt es in den Gärten und auf der benachbarten öffentlichen Grünfläche seit den außergewöhnlichen Niederschlagsmengen im Jahr 2011", heißt es.

Helmut Teichmann, der seit 16 Jahren in der Haedgestraße wohnt, und seine Nachbarn sehen das anders: Nach ihren Beobachtungen besteht das Problem seit der Sanierung des Kanonsbergs und des Walls hinter ihren Häusern. Seitdem laufe das Wasser vom Hang hinab und sammle sich in der Senke, in der die Gärten liegen. Von November 2009 bis Oktober 2010 hatte die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS) dieses Stück der historischen Stadtbefestigung für 1,9 Millionen Euro erneuert. Jetzt verweist die RGS darauf, dass sie seit Abschluss der Baumaßnahme nicht mehr für das Gelände zuständig ist.

Das Grünamt der Stadt will nun handeln. Aus Sicht der Behörde fließt das Regen- oder Schmelzwasser allerdings nicht von den Hängen, sondern aus einigen höher gelegenen Privatgärten in die Senke. Die Mitarbeiter suchen zurzeit nach Lösungen, die sie mit den Anwohnern der Haedgestraße diskutieren wollen. "Bei der grundsätzlichen Lösung des Problems sind wir auf die Unterstützung der Eigentümer angewiesen, da sich der Tiefpunkt auf privater Fläche befindet", heißt es.

Bereits im vergangenen Jahr habe die Stadt einen Raseneinlauf gesetzt und ausgespülte Wege repariert. Die Anwohner spürten dadurch keine Verbesserung. Endgültig entschärft werden soll das Problem nach Angaben des Grünamts nun möglichst noch in diesem Jahr.

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