Rostock : Kandidaten für den Landtag stehen

Der Gemeindewahlausschuss der Hansestadt um Leiter Robert Stach (Mitte) hat alle 28 eingereichten Kandidatenvorschläge einstimmig bestätigt.
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Der Gemeindewahlausschuss der Hansestadt um Leiter Robert Stach (Mitte) hat alle 28 eingereichten Kandidatenvorschläge einstimmig bestätigt.

28 Vorschläge wurden vom Ausschuss angenommen. Freier Horizont-Offshoregegner erstmals im Rennen. NPD bleibt ohne Nominierung. AfD ist in allen Kreisen vertreten.

svz.de von
29. Juni 2016, 08:00 Uhr

Die Direktkandidaten für die Landtagswahl am 4. September stehen fest: Gestern hat der Gemeindewahlausschuss der Hansestadt insgesamt 28 Kandidaten in den vier Rostocker Wahlkreisen bestätigt. Unter der Leitung von Gemeindewahlleiter Robert Stach nahm das neunköpfiges Gremium alle Vorschläge einstimmig an. „Das ist das gängige Prozedere“, sagt Stach. Generell würden die Kandidaten angenommen, allerdings nicht immer einstimmig. „Vor allem gegen Kandidaten der rechtsextremen NPD wollten in der Vergangenheit manche ein Zeichen setzen“, so Stach. Die hat dieses Mal keinen einzigen Kandidaten aufgestellt.

Die Kreiswahlvorschläge stammen stattdessen von neun Parteien und Bündnissen: SPD, CDU, Linke, Grüne, AfD, FDP, Freie Wähler, Die Partei und Freier Horizont. Letztere ist aus dem gleichnamigen Aktionsbündnis entstanden und gründete sich erst im Februar dieses Jahres. Die Partei um den Vorsitzenden Norbert Schumacher setzt sich unter anderem gegen die Errichtung von Offshore-Windparks vor der Ostseeküste ein. Sie schickt in zwei Rostocker Wahlkreisen Kandidaten ins Rennen, unter anderem in den küstennahen Vierteln Warnemünde, Markgrafenheide und Hohe Düne.

Neben SPD, CDU, Linken und Grünen hat erstmals auch die 2013 gegründete Alternative für Deutschland (AfD) in allen vier Rostocker Wahlkreisen Kandidaten aufgestellt. Um zur Landtagswahl antreten zu können, müssen Direktkandidaten ihre vollständigen Angaben zur Person einreichen sowie eine Bescheinigung zur Wählbarkeit und die entsprechende Parteizugehörigkeit vorweisen können. Außerdem dürfen sie nirgendwo anders kandidieren. „Die Vorschläge müssen zudem von mindestens 100 wahlberechtigten Personen unterstützt werden“, sagt Wahlleiter Stach. Das bedeute, dass die Kandidaten entsprechende Unterschriftenlisten vorlegen müssen – an dieser Hürde sei schon mancher Vorschlag gescheitert, so Stach.

In MV gibt es 36 Wahlkreise, zu Rostock gehören Nummer 4, 5, 6 und 7. Im Stadtgebiet werden sie mit römischen Ziffern benannt. Für die Wahl am 4. September sucht die Hansestadt für ihre 134 Urnen- und 28 Briefwahllokale noch 500 Wahlhelfer.

Anmeldungen im Büro zur Wahlhelferverwaltung, Rathaus-Anbau, Zimmer 5.13, Neuer Markt 1, Mo bis Do 8 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr

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