zur Navigation springen

FC Hansa Rostock : Juri Schlünz verlässt den Traditionsverein

vom

Eine Ikone geht von Bord der Kogge: Juri Schlünz beendet seine Arbeit beim Rostocker Traditionsverein

svz.de von
erstellt am 03.Mai.2016 | 17:40 Uhr

Der langjährige Leiter der Nachwuchsakademie Juri Schlünz wird zum Ende der laufenden Drittliga-Saison seine Tätigkeit beim FC Hansa Rostock auf eigenen Wunsch beenden. Nach 48 Jahren, in denen Juri Schlünz in verschiedenen Funktionen wertvolle Arbeit für den FC Hansa geleistet hat, geht somit eine Ära zu Ende, die zu den längsten und erfolgreichsten der Vereinshistorie zählt.

„Der FC Hansa ist und bleibt ein wichtiger Teil meines Lebens, und ich werde ihm als Mitglied natürlich auch weiter erhalten bleiben. Ich habe viele schöne, aber auch sehr aufreibende Jahre bei diesem Verein erlebt. Nach fast 50 Jahren und vielen unvergesslichen Momenten fällt ein Abschied natürlich nie ganz leicht. Aber irgendwann ist es dann auch an der Zeit, den Weg für die nächste Generation mit neuen Ideen frei zu machen. Auch für mich persönlich ist es der richtige Zeitpunkt, um vielleicht noch einmal etwas ganz anderes auszuprobieren und eine neue Herausforderung anzunehmen“, so Juri Schlünz.

Für seinen unmittelbaren Bekanntenkreis nicht unbemerkt, war es in den zurückliegenden Wochen ruhig um das Hansa-Idol geworden. Juri Schlünz musste  kürzer treten und  sich um seine Gesundheit kümmern. Sicher auch ein Grund für seinen Abschied.

Im Jahr 1968 –  mit sieben Jahren – begann die Spieler-Karriere von Juri Schlünz beim FC Hansa. Er durchlief anschließend alle Nachwuchs-Mannschaften des Clubs und debütierte 1979 in der ersten Mannschaft damals in der DDR-Liga. Der Mittelfeld-Stratege prägte eineinhalb Jahrzehnte das Spiel des Teams und führte über viele Jahre die erste Mannschaft als Kapitän aufs Feld. So auch im Jahr 1991, als der FCH letzter offizieller DDR-Meister wurde und damit auch die Qualifikation für die 1. Bundesliga gelang. Von 1979 bis 1994 absolvierte Schlünz 406 Pflichtspiele (356 Punkt-, 46 Pokal- und drei Europapokal-Begegnungen sowie eine Supercup-Partie) für die Hanseaten und rangiert damit auf Platz eins der ewigen Liste aller Spieler, die jemals das Trikot mit der Kogge trugen. Dabei gelangen dem Freistoß-Spezialisten 95 Tore.

Im Sommer 1994 verließ er den Verein, um seine aktive Karriere beim Parchimer FC ausklingen zu lassen. 1996 kam die Rückkehr zum FC  Hansa, bei dem Juri Schlünz zunächst als Jugend-Coach, später als Co-Trainer in der 1. Bundesliga unter Ewald Lienen, Andreas Zachhuber, Friedhelm Funkel und Armin Veh tätig war. Vom 15. Oktober 2003 bis zu seinem freiwilligen Rückzug am 14. November 2004 trainierte Schlünz gar als Cheftrainer das Bundesliga-Team des Vereins. Im Anschluss widmete er sich erneut der Nachwuchsarbeit und brachte sich mehrfach als Vorstandsmitglied in die operative Arbeit beim Traditionsverein ein. 

„Mit Juri Schlünz verlässt eine Institution und ein echter Typ den FC Hansa. Kaum ein anderer Spieler hat unseren Club so nachhaltig geprägt wie er. Als Spieler hat Juri Schlünz ganze Generationen begeistert. Aber auch sein Engagement nach seiner aktiven Karriere, sowohl für die erste Mannschaft und nicht zuletzt im Nachwuchs-Bereich des Vereins, ist extrem wertvoll gewesen und hat den FC Hansa stets nach vorn gebracht. Wir bedauern das Ausscheiden von Juri Schlünz aus der aktiven Arbeit im Verein sehr, werden aber immer ein offenes Ohr für seinen Rat haben“, so Robert Marien, Hansa-Vorstand für Marketing und Vertrieb.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen