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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. September 2017 | 06:35 Uhr

Warnemünde : Julia Miksch kämpft um eine Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Kunsthandwerkermarkt will an alten Standort zurück. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 10.Sep.2017 | 16:00 Uhr

Sturm, kräftige Böen und Regen waren der Grund dafür, dass die mehr als 20 aus Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und sogar aus dem sächsischen Niederwiesa angereisten Künstler und Kunsthandwerker in dieser Woche ihre wertvollen Handarbeiten gar nicht erst auspackten, sodass der siebente Kunsthandwerkermarkt des Jahres buchstäblich ins Wasser gefallen ist. „Da kam wirklich eins zum anderen. Denn wir hätten auch unseren angestammten Platz rings um das Lotsenboot unweit des Leuchtturms nicht beziehen können, da dieser auf Grund der Bauarbeiten in der Straße Am Leuchtturm für das Stromfest reserviert war. Ob uns unsere Stammbesucher zwischen Hotel Neptun und dem Aja-Resort gefunden hätten, ist fraglich. Ein verrücktes Jahr“, findet Julia Miksch, die den kleinen, feinen und seit nunmehr 15 Jahren stattfindenden Markt organisiert.

Die Sonne habe den Malern, Grafikern, Keramikern, Schmuck-, Textil- und Holzgestaltern sowie dem Buchbinder nur an zwei von bisher sieben Marktterminen ihr Lächeln und damit Wärme geschenkt. „Zudem hat der traditionelle Kunsthandwerkermarkt am Leuchtturm in diesem Jahr Konkurrenz bekommen. Eine Agentur hat mehrtägige Töpfer- und Kunsthandwerkermärkte auf dem Kirchenplatz und im Kurhausgarten organisiert. Normalerweise heißt es, Konkurrenz belebt das Geschäft. Aber in diesem Fall sehen wir das nicht so. Solch ein kleiner Ort verträgt aus unserer Sicht ein so umfangreiches Angebot nicht“, sagt Julia Miksch. „Zudem sind etliche der Stammkunden irritiert, meinen, wir wären umgezogen“, so die Diplom-Modedesignerin. An ein Aufgeben denkt Julia Miksch natürlich nicht. „Dafür haben wir über all die Jahre zu viel in unseren weithin guten Ruf investiert. Wir hoffen, auch im nächsten Jahr wieder an acht Terminen mit unseren Künstlern und Kunsthandwerkern präsent sein zu können. Natürlich am liebsten an unserem Stammplatz rings um das Lotsendenkmal, sodass unsere Fans uns auch finden“, sagt die Textilgestalterin. Sie lädt alle Freunde des kleinen, sehr individuellen Marktes ein, am 21. September zwischen 11 und 18 Uhr auf der Promenade letztmals in diesem Jahr vorbeizuschauen und dieses oder jenes Unikat vielleicht schön für den Gabentisch zu erwerben.

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