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Schule ohne Rassismus : Jugendliche stehen für andere ein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Christophorusschule in Rostock erhält Auszeichnung für couragierten Einsatz.

Hinschauen, einmischen und einsetzen – das sind die Ziele, die sich die Schüler der Christophorusschule (CJD) gesteckt haben. Für ihr Engagement ist die Einrichtung gestern mit dem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet worden. Die Landeskoordinatorin der Initiative, Claudia Schlaier, übergab den Mitgliedern der zugehörigen Arbeitsgruppe ihre verdiente Plakette und dazu eine Urkunde. „Es ist eine großartige Leistung, die mit viel Arbeit verbunden ist“, sagt sie.

In den vergangenen zwei Jahren hat die AG, bestehend aus Schülern der elften und zwölften Klassen, verschiedene Aktionen ins Rollen gebracht. „Wir haben mit Asylbewerbern in der Satower Straße gekocht und gebacken“, erklärt AG-Mitglied Hanna Mittelmeier (16). Die Schüler haben außerdem Kisten mit Kleidern vollgepackt und in die syrische Grenzstadt Kobane geschickt. Im Peter-Weiss-Haus setzten sie sich in Workshops mit dem Thema Asylrecht auseinander und bei einer Unterschriftenaktion in der Schule haben sich mehr als 70 Prozent der Jungen und Mädchen für eine Schule ohne Rassismus ausgesprochen. Ziel sei es nun, diesen Leitspruch in die Realität umzusetzen, so die 16 Jahre alte CJD-Schülerin Luise von Stein.

Damit die Arbeitsgruppe am CJD weiter aktiv bleiben kann, werden nun Mitstreiter gesucht. „Um jüngere Schüler zu mobilisieren, veranstalten wir Workshops, eine Fahrradtour und einen Fußballcup“, so Mittelmeier. Die Projektpatenschaft haben Imam Jonas Dogesch, Sprecher von Migranet-MV, und der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Stein übernommen. Dogesch mahnt: Gegen Rassismus müsse immer gehandelt werden. „Mit den syrischen Flüchtlingen kommen auch Probleme“, sagt er. Zu bewältigen seien sie durch einen aktiven Diskurs, so Landeskoordinatorin Schlaier.

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