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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. Oktober 2017 | 04:19 Uhr

Rostock : Jugendliche jobben für Bedürftige

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Siebt- und Achtklässler der Werkstattschule beteiligen sich am Sozialen Tag und spenden ihren Arbeitslohn

Getränke ausschenken, Rasen mähen oder Fenster putzen – die Schüler der Werkstattschule tauschen einen Tag lang die Schulbank gegen einen Job. Sie helfen in den unterschiedlichsten Rostocker Unternehmen aus und spenden ihren erarbeiteten Lohn an bedürftige Menschen. Mithilfe der Initiative „Schüler helfen leben“ engagieren sich die rund 90 Siebt- und Achtklässler beim Sozialen Tag. Los geht’s am 14. Juli für sechs volle Stunden.

Tatkräftig ans Werk machen sich auch Marla Riegner, Rasmus Kumlehn und Leo Hameister. Die drei sind schon zum zweiten Mal beim Sozialen Tag dabei. „Ich freue mich schon, dass ich einen Tag in der Eiswerkstatt am Hopfenmarkt aushelfen darf“, sagt Marla. Sie hofft, dass sie dort Eis anrühren oder vielleicht sogar verkaufen darf.

Im Schnitt verdienen die Schüler an dem Tag sieben bis zehn Euro pro Stunde. „Das Geld überweisen die Unternehmen, die einen Schüler beschäftigen, direkt an die Initiative“, sagt Doreen Richter (31), Lehrerin an der Werkstattschule. Um eine Arbeitsstelle müssen sich die Siebt- und Achtklässler selbst kümmern. „Sie fragen direkt bei den Firmen an und hören sich in der Familie um“, sagt Richter. Sollte ein Schüler absolut keine Aufgabe finden, bemüht sich die Werkstattschule, demjenigen eine Aufgabe auf dem Schulgelände zu verschaffen. Wie schwer es ist, einen Job zu finden, durfte Leo Hameister am eigenen Leib erfahren. „Die meisten Unternehmen nehmen nur 18-Jährige“, sagt er. Da hat der Jugendliche schlechte Karten. Gefunden hat er im vergangenen Jahr dann eine Beschäftigung bei seiner Oma. Dort hat er Fenster geputzt und im Garten angepackt.

Sein Freund Rasmus Kumlehn hatte mehr Glück und fand im vergangenen Jahr eine Stelle bei einem Biomarkt im Kröpeliner-Tor-Center. Dort hat er Regale eingeräumt. „Es war toll, Einblicke zu bekommen, wie die Vorgänge ablaufen, von denen der Kunde nichts mitbekommt“, sagt er. In diesem Jahr will er bei der Kaffeerösterei mitarbeiten.

 

Hierhin fließt das gespendete Geld

• Das Projekt „Ich gehör nur mir – Einsatz gegen Kinderhandel“ in Serbien setzt sich gegen Gewalt, Ausgrenzung und Menschenhandel an Kindern ein.

 

• Bei dem Projekt „Lernen dürfen statt Arbeiten müssen – Kinderarbeit entgegenwirken“ in Jordanien werden Familien finanziell unterstützt, damit ihre Kinder zur Schule gehen können und nicht für den Lebensunterhalt arbeiten müssen.

 

 

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