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16. Dezember 2017 | 23:38 Uhr

Jugendliche bauen Wikingerschiff nach

vom

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 06:38 Uhr

Rostock | Drei Jahre haben sozial benachteiligte Jugendliche aus Rostock, Bad Doberan und Güstrow am Nachbau eines Wikingerschiffs gebastelt. Jetzt konnten sie ihr Drachenboot endlich auf seine Schwimmtauglichkeit prüfen und an seine neuen Besitzer übergeben.

Unter anderem zählt dazu der Sportverein Rostocker Med. Schatzmeisterin Sybille Göring freut sich über die Möglichkeiten, die das Schiff bietet. Sie will generationsübergreifend Aktivitäten anbieten, die zu einem gesunden Leben beitragen. "Wir sind stolz, dieses Boot nun in unserem Besitz zu haben und freuen uns auch auf die Zusammenarbeit mit dem Güstrower Bildungshaus. Außerdem danken wir den Kanufreunden Rostocker Greif, dass das Schiff hier untergebracht werden darf."

Doch nicht nur der Sportverein Rostocker Med hat Ideen für den Gebrauch des Wikingerschiffes. Burghard Pieske vom Verein Alte Schule will mit dem Boot Aktivitäten für sozial ausgegrenzte Jugendliche anbieten. Seit Jahren schon fährt Pieske mit Jugend-Gruppen in Osteuropa durch die Wildnis. Seine Schützlinge sind oft vorbestrafte. Durch die dreiwöchigen Touren bekommen sie ein zuvor nicht gekanntes Gemeinschaftsgefühl. "Von den bisher 72 jungen Menschen, die an den Touren teilgenommen haben, konnten wir bereits 26 in Jobs unterbringen", sagt Pieske. Die Touren seien für viele ein "Türöffner für ein Weg in ein neues Leben".

Kevin Tuping war einer derjenigen, die am Boot mitgearbeitet haben. Für ihn war das eine gute Möglichkeit, etwas Neues zu starten: "Ich hatte endlich wieder Arbeit und habe nicht mehr nur zu Hause rumgehockt. Zudem hat es super viel Spaß gemacht", beschreibt der 23-Jährige seine Eindrücke vom Schiffsbau.

Thomas Schwertfeger vom Güstrower Bildungshaus freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Vereinen von Burghard Pieske und Sybille Göring. "Nach der Jungfernfahrt heute hoffe ich, dass wir das Schiff häufig auf Reisen schicken können und alle viel Spaß daran haben werden." Der Nachbau war Teil einer geförderten Maßnahme der Jobcenter Rostock, Güstrow und Bad Doberan. Es war das erste Projekt, welches die drei Jobcenter gemeinsam in Angriff nahmen.

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