Rostock : Jugendherbergen mit Profil

Vom Erfolg der Sanierungsarbeiten im vergangenen Jahr überzeugen sich Miriam Gedrose und Kai-Michael Stybel bei einem Besuch in der Warnemünder Jugendherberge. Insgesamt hat der Verband 2016 und 2017 rund 5,4 Millionen Euro in alle Einrichtungen investiert.
Vom Erfolg der Sanierungsarbeiten im vergangenen Jahr überzeugen sich Miriam Gedrose und Kai-Michael Stybel bei einem Besuch in der Warnemünder Jugendherberge. Insgesamt hat der Verband 2016 und 2017 rund 5,4 Millionen Euro in alle Einrichtungen investiert.

Landesverband MV betreibt neben der Warnemünder Einrichtung noch 15 eigene sowie sieben Partnerhäuser.

svz.de von
16. September 2018, 16:00 Uhr

Von Wismar über Warnemünde und Mirow bis nach Heringsdorf, der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern des Deutschen Jugendherbergswerks betreibt 16 eigene sowie sieben Partnerhäuser in den schönsten Ecken des Landes. Gern besucht werden diese von den bundesweit 2,4 Millionen Mitgliedern, von denen allein 22 500 in Mecklenburg-Vorpommern zu Hause sind. Deutlich mehr als die Hälfte, nämlich 60 Prozent, der Herbergsgäste sind Kinder und Jugendliche, die in Gruppen anreisen. Ob Schulklassen oder Vereine wie Chorsänger und Sportler, sie können sich ebenso wie die Familien und Einzelreisenden ihre Herberge ganz gezielt aussuchen.

„Entsprechend den Gegebenheiten in den einzelnen Häusern und deren Lage erarbeiten unsere Produktentwickler für diese spezielle Programme“, sagt Kai-Michael Stybel. Wie der Vorstandsvorsitzende des Landesverbandes MV erklärt, haben die Herbergen so inzwischen ihr ganz eigenes Profil gefunden. Themenwelten wie Umwelt und Natur, Kultur und Gesellschaft sowie Gesundheit und Sport erleichtern die Auswahl. Nicht verwunderlich also, dass es Gruppen gibt, die immer wieder ganz gezielt ihre Lieblingsherberge ansteuern.

„Dort, raus und scheinbar weit weg vom Alltag, machen Kinder und Jugendliche ihre eigenen Erfahrungen, entwickeln Kompetenzen wie Selbstständigkeit und Teamgeist, was wiederum ihre Persönlichkeiten stärkt. Deshalb sind unsere Herbergen als außerschulische Lernorte unverzichtbar“, sagt Kai-Michael Stybel, der 1992 erstmals Urlaub ohne die Eltern machte und in eine Jugendherberge nach Bornholm reiste.

„So wie ich verbinden viele andere Menschen in Deutschland den ersten eigenen Urlaub mit einer Herberge. Da ist über Generationen Vertrauen gewachsen. Nicht verwunderlich also, dass auch zahlreiche junge Familien zu unseren Gästen gehören. Zumal Kindern hier viel geboten wird“, weiß der 41-jährige Vater aus eigener Erfahrung. Selbstverständlich, so fügt Pressesprecherin Miriam Gedrose hinzu, sind auch Einzelreisende, gleich ob jung oder alt, mit Mitgliedskarte in den Jugendherbergen stets willkommen. „Denn bei uns kann man auch als Alleinreisender Teil der Gemeinschaft werden, muss sich nicht allein fühlen“, sagt die 32-Jährige, die seit ihrem 17. Geburtstag Mitglied ist und so in jungen Jahren mit knappem Geldbeutel einen tollen Urlaub erleben konnte.

Der Landesverband MV des Deutschen Jugendherbergswerks hat rund 300 hauptamtlich Beschäftigte sowie viele Ehrenamtler, die in unterschiedlichster Weise den wirtschaftlich arbeitenden Verein unterstützen. Dazu gehören beispielsweise auch die sechs Mitglieder des Verwaltungsrates, die aus verschiedenen Berufen kommen und so diverse Meinungen einbringen. „Der-zeit sind wir in Gesprächen mit dem Bildungsministerium darüber, dass sehr bald alle allgemeinbildenden Schulen des Landes per se Mitglied in unserem Verein sind. Und möglicherweise werden auch all jene, die eine Ehrenamtskarte haben, künftig automatisch Mitglied im Deutschen Jugendherbergswerk, was wiederum das Übernachten in unseren Häusern möglich macht“, blickt Kai-Michael Stybel in die nächste Zukunft.



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