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Arbeitslosigkeit : Jugendhaus Rostock erleichtert die Jobsuche

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Agentur für Arbeit bietet auf vier Etagen gezielte Beratungsangebote für unter 25-Jährige

von
erstellt am 16.Okt.2015 | 08:00 Uhr

865 Arbeitslose zählt die Hansestadt im September 2015 bei den unter 25-Jährigen. „Das sind 77 weniger als im Vorjahr“, berichtet Thomas Drenckow, Sprecher der Agentur für Arbeit. Um die Zahl der Jugendarbeitslosen weiterhin langfristig zu senken wurde am Donnerstag das Jugendhaus Rostock in der Kopernikusstraße 1a eröffnet.

Was vorher auf verschiedene Standorte verteilt war, ist nun im Hauptgebäude in der Kopernikusstraße zentralisiert. „Durch die räumliche Zusammenlegung der Arbeitsagentur, des Hanse-Jobcenters und einzelner Beratungsangebote der Hansestadt fließen die Kompetenzen zusammen“, sagt die neue Leiterin der Rostocker Arbeitsagentur, Anke Diettrich. Ziel sei es, Jugendlichen bei ihrem Weg in die berufliche Zukunft zu begleiten und die Kräfte der Behörden zu bündeln.

Gleichzeitig seien die Wege kürzer, was die Betreuung und Arbeitsvermittlung der Jugendlichen erleichtere. „Alle Ansprechpartner zu den Themen Schule, Beruf, Finanzierung und Zukunft sind ab sofort an einem Ort“, erklärt Agentur-Sprecher Drenckow. Allerdings habe die Realisierung von der Idee bis zur Eröffnung anderthalb Jahre in Anspruch genommen. „Die Konzeptionsphase war lang, aber lohnenswert“, fasst Diettrich zusammen.

Einer der ersten Besucher des Jugendhauses war der Rostocker Schüler Philipp Müller. Der 18-Jährige besucht zurzeit die Hanse Produktionsschule. „Im nächsten Jahr steht der Abschluss an, daher nutzen wir die Angebote zur Berufsberatung“, erklärt Lehrer Klaus Rüller. Philipp ist bisher noch nicht sicher, welchen Beruf er erlernen möchte. „Ich interessiere mich für den Bereich Schutz und Sicherheit“, sagt Philipp. Ein einstündiger Test soll den Traumberuf jetzt finden. „Es wird nach den Interessen, aber auch nach Stärken und Schwächen gefragt“, fasst der Schüler zusammen.

Wenige Schritte von Philipp entfernt, wartet die 24-jährige Mandy Wolfinger am Empfangsbereich des neuen Jugendhauses. Sie finde zwar die Räume weitläufig und modern, allerdings sei die Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht optimal. „Ich komme mit der Buslinie 28 und die fährt nur alle 20 Minuten“, sagt sie und wird von Arbeitsvermittlerin Annett Kleewitz aufgerufen.

Es geht in die Eingangszone. „Hier melden sich die Jugendlichen an“, sagt die Rostockerin Kleewitz, die zuvor im Hanse-Jobcenter tätig war. Ihre Aufgabe im neuen Jugendhaus ist der Erstkontakt mit den arbeitslosen Jugendlichen. „Wir hören uns die Anliegen an und leiten sie an die entsprechenden Beratungsangebote weiter“, so Kleewitz. Nicht immer bräuchten die Betroffenen einen Termin. „Vorbeikommen und sich informieren ist auch möglich“, sagt sie. Verfehlen könnten Kunden das Jugendhaus nicht, denn ein eigenes Logo und die blaue Farbwahl an den Räumen grenzt den Bereich vom Rest der Behörde ab.

 

 

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