rostock : Jugendarbeit unter einem Dach

Die Jugendarbeit in eine Struktur zu bringen, war einst das Ziel der Gründung des Stadtjugendrings, erinnert sich Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke, r.). Das sei gelungen auch dank der „streitbaren“ Koordinatorin Katrin Schankin und ihren Mitstreitern wie dem Vorsitzenden Michael Käckenmeister.
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Die Jugendarbeit in eine Struktur zu bringen, war einst das Ziel der Gründung des Stadtjugendrings, erinnert sich Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke, r.). Das sei gelungen auch dank der „streitbaren“ Koordinatorin Katrin Schankin und ihren Mitstreitern wie dem Vorsitzenden Michael Käckenmeister.

Stadtjugendring feiert 25 Jahre und setzt neue Ziele

Wie können Kinder und Jugendliche wirklich etwas mitentscheiden in der Stadt? – Das ist die Frage, die den Rostocker Stadtjugendring aktuell umtreibt. „Jugendliche sollten nicht nur als Konsumenten wahrgenommen werden“, sagt Jugendkoordinatorin Katrin Schankin. Wenn sie eingebunden werden, würden sie lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Für solche Sachen streitet sich Schankin. Das tut sie, seit sie beim Stadtjugendring ist. „Der ist einfach mit ihr verbunden“, sagt Cathleen Kiefert-Demuth (SPD), die als Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses auch schon den ein oder anderen Disput mit ihr ausgetragen hat und zu gemeinsamen Lösungen fand. „Sie ist eine hochengagierte Frau, die den Stadtjugendring würdig vertritt“, sagt Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke). Als derlei Lobesworte gestern beim 25-jährigen Jubiläum über sie kamen, bekam auch Schankin glasige Augen. Seit 17 Jahren beim Stadtjugendring ist sie die heute einzige hauptamtliche Mitarbeiterin. „Es sind 70 Stunden-Wochen, die sie ableistet“, sagt Vorstandsvorsitzender Michael Käckenmeister. Zu ihrer hauptamtlichen Arbeit kommt die ehrenamtliche. Der Stadtjugendring spannt ein Dach über die Jugendarbeit in der Stadt, vernetzt die Mitgliedervereine, informiert, berät, kämpft – wie für Fördermittel, um die Arbeit zu ermöglichen, erklärt Schankin. Großprojekte wie die gewünschte gezielte Einbindung Jugendlicher in die Stadtentwicklung kosten nun mal. 75 000 Euro Fördermittel bekommt der Verein jährlich. Mit Projektgeldern, einem Beteiligungsbudget, wie es das schon mal gegeben hätte, wäre noch mehr als jetzt möglich, so Schankin. Es sei zu beobachten und damit zu bedenken, dass junge Menschen, die sich früh einbringen, in Verbänden sind, die späteren Entscheider, Politiker werden. „Auch den Bürgermeister der Kinderstadt werden wir später wiedersehen“, sagt Schankin. Die Kinderstadt ist auch ein Projekt, das der Stadtjugendring angeschoben hatte.

Sie bilden den Stadtjugendring:

Mitglieder: Behinderten Alternative Freizeit, Borstel, DGB-Jugend Rostock, Europäisches Integrationszentrum Rostock (EIZ), In Via Rostock, Jugendfeuerwehr Rostock, Jugendhilfe Stadt und Land, Jugendkunstschule Arthus, Jugendrotkreuz Rostock, Jugend-, Sprach- und Begegnungszentrum MV, Kellerkind, Kopra, Kulturnetzwerk, Lunte, Pfadfinderbund MV-Gemeinschaft für soziale Therapie und Pädagogik Luisenstraße, Soziale Bildung, Rat und Tat, Ro-cine, Sozialistische Jugend Deutschland – Die Falken, Kreisverband Rostock, Sportjugend Rostock, Verdi Jugend Rostock, Vereinigte Bürgerinitiative Toitenwinkel, Warnemünder Fischereikutterverein; Der Vorstand: Vorsitzender Michael Käckenmeister von Kopra, Anja Rix von Lunte, Jana Kasten vom EIZ, Antje Schneider vom Jugend-, Sprach- und Begegnungszentrum MV, Tim Huhle
Pfadfinderbund MV

Kontakt: Kuphalstraße 77,18069 Rostock, Telefon: 0381/809 94 96, E-Mail : info@rsjr.de, im Internet: www.rsjr.de



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