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insolvenz abgewendet? : Jüdisches Theater Mechaje vor dem Neustart

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Vereinsmitglieder wählen Führungsspitze und hoffen auf Auszahlung von 45 000 Euro Fördermitteln

Mit einer neuen Führungsspitze will der Verein Mechaje – Jüdisches Theater Mecklenburg-Vorpommern das drohende Aus abwenden. Am Montag wählten die Mitglieder Sybille Bachmann zur neuen Vorsitzenden, weitere Vorstandsmitglieder sind Denise Petrow und André Kaanen. Unterstützt werden sie von einem Beirat, dem Albert Rupprecht, Jürgen Hempel und Wolfgang Nitzsche angehören.

Bachmann und Rupprecht hatten vor der Wahl ein Sanierungs- und Fortführungskonzept vorgelegt, mit dem sie den Verein Mechaje retten wollen. Sie setzen darauf, dass die von Land und Stadt zwischenzeitlich gestoppte Auszahlung von Fördermitteln möglichst schnell nachgeholt wird. Derzeit klafft eine Lücke in Höhe von 45 000 Euro im Budget. Es droht eine Überschuldung.

Grund für die zurückgehaltenen Fördermittel ist eine laufende Überprüfung des Geldflusses in 2013. Der Vorwurf: Der Verein soll Fördermittel zweckentfremdet eingesetzt haben. In Folge der städtischen Ermittlungen hatte nicht nur die Stadt selbst, sondern auch das Land seine Unterstützung eingefroren. Aus Sicht von Bachmann und Petrow war das ein völlig überzogener Schritt, der die Situation unnötig verschärfe. Sie sagen: „Berechtigte Prüfungen der Hansestadt Rostock sollten nicht schon allein aufgrund ihrer erheblichen zeitlichen Inanspruchnahme zur endgültigen Gefährdung des Vereins führen.“ Zumal die Untersuchung noch nicht abgeschlossen sei. „Wir erwarten, dass dem Verein ein Neustart ermöglicht wird und eine zügige Auszahlung ausstehender Fördermittel für 2015 erfolgt“, so Bachmann und Petrow. Dazu wollen sie in den nächsten Tagen das Gespräch mit den Fördermittelgebern suchen.

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