Apfelernte : Jonagold und Elstar sind der Renner

Allein 18 verschiedene Apfelsorten baut Martin Czechl in Evershagen an. Hinzu kommen soll ab 2016 die Sorte Welland, laut Czechl „geschmacklich das Beste, das es zurzeit gibt“.
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Allein 18 verschiedene Apfelsorten baut Martin Czechl in Evershagen an. Hinzu kommen soll ab 2016 die Sorte Welland, laut Czechl „geschmacklich das Beste, das es zurzeit gibt“.

Rostocker Obst: Martin Czechl erwartet mit 4000 Tonnen Äpfel sehr gute Saison.

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10. September 2015, 06:00 Uhr

Mit einem Lachen im Gesicht inspiziert Martin Czechl die Obstbäume auf seiner mehr als 200 Quadratmeter großen Plantage in Evershagen. „Die Ernte in diesem Jahr wird super“, sagt der Geschäftsführer der Rostocker Obst GmbH mit dem geübten Kennerblick. Der Großteil seiner Ernte fließt in die industrielle Verarbeitung, aber auch in den Regalen regionaler Supermärkte sowie an den Marktständen der Hansestadt sind die Äpfel, Birnen und Pflaumen aus Rostock zu finden.

„Nach dem katastrophalen Jahr 2014, wo wir durch den Blütenfrost im Mai lediglich ein Drittel der normalen Ernte einfahren konnten, ist die Erleichterung natürlich groß“, sagt Martin Czechl. Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Regen und gutem, trockenen Wetter hätten die Grundlage dafür gelegt. Auch das Niederschlagsdefizit im vergleichsweise trockenen Frühsommer haben die rund 350 000 Bäume in Evershagen gut kompensiert. Vor allem bei den Äpfeln, die ein Großteil seiner Anbauflächen ausmachen, erwartet Czechl ein deutliches Plus. Waren es im letzten Jahr noch 1300 Tonnen, kalkuliert der 62-Jährige nun mit etwa 3000 Tonnen konventionell angebauter Früchte. Erstmals hinzu kommt in diesem Jahr auch Obst aus dem Bio-Anbau, etwa 1000 Tonnen werden es in den nächsten Wochen wohl werden. „Damit kommen wir der Nachfrage nach biologischen, vor allem aber auch regionalen Produkten nach“, so Czechl. Auf rund einem Drittel seiner Anbauflächen wachsen mittlerweile Obstbäume – darunter auch Birnen wie die Sorte Williams Christ – die mit Mist oder Gärsubstrat statt synthetischem Dünger behandelt werden. Ein Großteil der Ware geht an den Trockenfrüchteproduzenten Biosanica am Pommerndreieck bei Grimmen. „Hier haben wir langfristige Verträge und wollen die Bio-Sparte deshalb in den kommenden Jahren weiter ausbauen“, so Martin Czechl.

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