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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 02:10 Uhr

Werftdreieck : Jetzt entscheiden die Anwohner mit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nach acht Jahren hin und her soll Wohnbebauung die Lösung sein / Wie die aussieht, wird am 4. Februar in der Borwinschule debattiert

von
erstellt am 16.Jan.2015 | 12:07 Uhr

Möbel- und Sportgroßmarkt sind vom Tisch. Das Werftdreieck soll ein Wohngebiet werden. Das steht nach acht Jahren Debatten in der Stadt jetzt wohl fest. Und wie das genau aussehen soll, können Anwohner am 4. Februar um 19 Uhr in der Borwinschule mitdiskutieren.

Das Ortsamt Mitte hat den Termin organisiert, um seitens der Stadt über den kommenden Aufstellungsbeschluss für das Gebiet zu informieren. Vertreter der Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH (Wiro) werden mit vor Ort sein. Sie ist Haupteigner des Geländes zwischen Heinkel-Mauer, Neptun-Center und Lübecker Straße. Bei der Einwohnerversammlung soll der Planungsstand präsentiert werden, Raum für Diskussionen gegeben und wesentliche Planungsziele des Bebauungs-Plans erarbeitet werden, so Anette Niemeyer (Aufbruch 09), Vorsitzende des Ortsbeirates KTV. Dieser hatte auf die Einbindung der Anwohner – zu einem frühen Zeitpunkt der Planung – gedrängt. „Wenn wir Anwohner beteiligen wollen, dann muss das früh passieren“, sagt Niemeyer. Dann, wenn es noch wirklich etwas zu entscheiden gelte. Die Beteiligung sei auch ratsam, „weil viele gar nicht den aktuellen Stand kennen“, so ihr Stellvertreter Matthias Siems (SPD).

Für das Werftdreieck gab es bereits einen B-Plan, er wurde abgelehnt. Decathlon und Möbelmarkt wurden verworfen. Im Oktober hat die Wiro einen Großteil des Geländes von der Krieger Grundstück GmbH, hinter der die Möbelriesen Höffner und Möbel Kraft stehen, gekauft – für 11,9 Millionen Euro. „Vom Werftdreieck gehören der Wiro rund sieben Hektar. Das zu überplanende B-Plan-Gebiet wird zirka neun Hektar betragen“, so Wiro-Sprecherin Dagmar Horning. Zu diesem Gelände gehören auch private Flächen wie ein Bildungszentrum, ein Autohaus und Flächen, die der Hansestadt gehören. Alle Eigentümer würden am Bauleitplanungsprozess von der Hansestadt beteiligt, so Horning. Zwischen Wiro und Stadt gibt es einen städtebaulichen Vertrag, der regelt, dass die Wiro das komplette Planungsverfahren übernimmt, erklärt Niemeyer. Derzeit strukturiert die Wiro den Prozess, insbesondere die Bürgerbeteiligung und einen städtebaulichen Wettbewerb. Darüber, so heißt es von der Wiro, solle offen informiert werden.

Auf dem Werftgelände soll ein richtig neues Wohngebiet entstehen. „Dazu gehören zum Beispiel auch Straßen, Gehwege, Grünflächen oder ein Spielplatz und ein Bäcker“, so Horning. Um über Einzelheiten zu sprechen, sei es allerdings zu früh.


Der Termin: Am 4. Februar um 19 Uhr können Anwohner sich zur Diskussion über die Bebauung des Werftdreieckes im Freizeithaus der Borwinschule einfinden.



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