Mittelmole : Jetzt endlich: Wiro informiert

Freifläche entsteht: Zügiger Abriss zweier Häuser auf dem Areal der Mittelmole.
Freifläche entsteht: Zügiger Abriss zweier Häuser auf dem Areal der Mittelmole.

Zwei Häuser im Abriss. Bahnhofstunnel wieder in Schuss. Wohnungsunternehmen stellt Plattform online.

svz.de von
23. Oktober 2014, 16:00 Uhr

Auf dem Areal der Mittelmole geht es Stück für Stück voran. Südlich des Caravan-Stellplatzes sind die Bagger angerollt. Sie machen derzeit zwei Häuser dem Erdboden gleich. Nach Angaben der Wiro soll das Gelände vorerst von Schutt befreit werden und eine Freifläche entstehen. Wie das Gelände in Zukunft genutzt wird, dazu liegt noch keine abschließende Entscheidung vor.

Bei den Warnemündern ist der unerwartete Abbruch der Häuser negativ aufgestoßen. Sie bemängeln die aus ihrer Sicht mangelnde Transparenz des Bauprojekts Mittelmole. Wiro-Geschäftsführer Ralf Zimlich sagt: „Wir bedauern, dass es hier zu einer Informationslücke gekommen ist.“ Das Unternehmen habe die Sorge der Warnemünder unterschätzt.

Die beiden Häuser Am Bahnhof 7 a bis d seien aber in einem desolaten Zustand gewesen, obwohl die intakt wirkenden Fachwerk-Fassaden diesen Eindruck nicht vermittelt hätten. Aus diesem Grund wurden die 1903 gebauten Häuser als baufällig eingestuft. Die Gebäude standen nicht unter Denkmalschutz und waren viele Jahre unbewohnt. Noch bis Mitte November sollen die Abrissarbeiten andauern. Auf lange Sicht plant die Wiro an dieser Stelle den Bau eines Verkehrsknotenpunktes. Dieser soll die Anbindung zum Bahnhof sicherstellen. Eine Erschließungsstraße, Buswendeschleife, Taxistellplatz und Rad- und Fußwege sind Optionen.

Auch im Bahnhofstunnel, angrenzend zu den beiden Häusern, hat sich etwas getan. Die in dieser Woche dort angebrachten Schmierereien wurden von der Deutschen Bahn auf schnellstem Wege übergestrichen. In schwarzer Schrift hatten Unbekannte mit Sprüchen wie „Bonzen stoppen, Warnemünde erhalten“ und „Wir sind Rostock, nicht Sylt“ ihren Unmut bezüglich der Umgestaltung der Mittelmole und weiterer Großbauprojekte im Ostseebad kundgetan.

Da die Entwicklung auf der Mittelmole in den vergangenen Wochen und Monaten für viele Diskussionen in den verschiedensten Gremien und in privaten Haushalten gesorgt hat, stellt das Wohnungsbauunternehmen nun eine Internetseite unter der Adresse www.mittelmole.de online. Darin enthalten sind Rück- und Einblicke der bisherigen Entwicklungen. „Wir wollen das Informationsbedürfnis der Hansestädter noch gezielter bedienen, Spekulationen begegnen und Fragen beantworten“, sagt Michael Ahrens, Marketingleiter der Wiro. Auf der Internetseite sind alle Phasen dokumentiert. Eine Zeitleiste, Grafiken und Fotos sind ebenfalls online gestellt.

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