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Norddeutsche Neueste Nachrichten

14. Dezember 2017 | 11:24 Uhr

Rostock : Jetzt braucht Unicef selber Hilfe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ortsgruppe steht kurz vor dem Aus und benötigt dringend Unterstützung / Mitarbeiter nach Rücktritt des Vorsitzenden entmutigt

von
erstellt am 10.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Seit 23 Jahren gibt es die Unicef-Grupe in Rostock. Allerdings ist sie mittlerweile sehr klein geworden. So sehr, dass nun sogar das Aus für das ehrenamtliche Engagement droht. „Wenn wir in Rostock zumachen müssten, wäre das dramatisch“, sagt Wolfram Pfeiffer. Er ist Regionalleiter für Ostdeutschland bei Unicef und hat kommissarisch die Leitung der Ortsgruppe Rostock übernommen. Sechs Mitglieder halten die Arbeit derzeit noch mit Mühe und Not am Laufen. Zu schaffen ist sie eigentlich nicht.

„Wir mussten nun sogar unsere Teilnahme am Weihnachtsmarkt absagen“, bedauert Ingrid Model. Dort hatten sie und ihre Mitstreiter in den vergangenen Jahren stets die Grußkarten verkauft, deren Erlös der Kinderhilfsorganisation zugute kommt. Und eigentlich hatten die Rentnerin und die anderen Helfer auch immer ihre Freude daran. Es sei zwar auch ein wenig anstrengend, aber am Stand auf dem Uniplatz habe es auch immer gute Gespräche gegeben. Nachdem die Ausrüstung im vergangenen Jahr allerdings einem Sturm zum Opfer gefallen war und mit der geschrumpften Mitarbeiterzahl die Präsenz vor Ort ohnehin nicht abgedeckt werden könnte, wird es in diesem Jahr keinen Unicef-Verkauf auf dem Markt geben.

Das ist schade, findet Ingrid Model. Sie selbst ist seit acht Jahren bei Unicef aktiv. Vor allem, so sagt sie, habe sie sich engagiert, um im Ruhestand eine Aufgabe zu haben. Und sich für Kinder zu engagieren, die Hilfe brauchen, sei darüber hinaus eine lohnenswerte Arbeit.

Dennoch gibt es Probleme. Von den bisherigen Helfern sind viele ausgestiegen – Studenten wechselten den Wohnort, junge Familien vergrößerten sich und hatten dann nicht mehr genug Zeit, Senioren fehlte aus gesundheitlichen Gründen die Kraft für das Engagement. Neue Helfer konnten nur wenige gewonnen werden. Schließlich zog sich auch der Leiter der Gruppe zurück. „Nun sind die verbliebenen Mitarbeiter verunsichert. Es fehlt an Motivation und frischem Wind“, sagt Wolfram Pfeiffer. Das vergangene Gruppentreffen glich einer wahren Krisensitzung. Es ist fünf vor zwölf. „So kann die Betreuung vor Ort nicht abgesichert werden.“

Dabei bietet Unicef jenen, die sich einbringen wollen, viele Möglichkeiten. Je nach persönlichem Interesse oder Talent können sich Ehrenamtliche im Büro, bei Vorträgen, beim Grußkartenverkauf, bei der Organisation von Ausstellungen oder Diskussionsrunden, bei Projekten in Schulen, Spendenläufen oder der Betreuung von Spendenbüchsen einbringen. „Von zwei Stunden im Monat bis vier Stunden die Woche ist alles möglich“, sagt Wolfram Pfeiffer.

Wer Interesse hat, sich bei Unicef einzubringen, kann sich bei Wolfram Pfeiffer melden oder bei der nächsten Sitzung der Ortsgruppe vorbeischauen. Die findet am 1. Oktober um 17.30 Uhr im Café des Rostocker Freizeitzentrums statt. Dort wird am 18. Oktober auch eine Ehrenamtsmesse veranstaltet, auf der sich Unicef präsentiert.


Kontakt: Wolfram Pfeiffer, Telefon 030/26556020, E-Mail wolfram.pfeiffer@unicef.de

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