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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 22:57 Uhr

Krankenpflege : Jessica hat das richtige Händchen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nachwuchskraft aus dem Südstadt-Klinikum tritt beim Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ an.

von
erstellt am 30.Jan.2015 | 14:30 Uhr

Mit Bedacht hebt Jessica Poehls den Arm des Patienten und legt ihn dann auf ein Kissen, um die Wassereinlagerungen auszugleichen und zurück in den Körper zu verlagern. Dann legt sie den Arm wieder in die Ausgangsposition und dreht sich von dem Krankenbett weg. Der Patient ist nur ein Dummy, die Lerneinheit im Südstadt-Klinikum ist beendet.

„Der richtige Umgang mit den Patienten ist enorm wichtig für eine Gesundheits- und Krankenpflegerin“, sagt Poehls. Dass sie diesen perfekt beherrscht, will sie beim Vorentscheid des Bundeswettbewerbs „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ in Hamburg beweisen. Poehls gehört zu den vier Teilnehmern aus MV, die am 27. Februar um den Einzug in die Endrunde im Juni in Berlin kämpfen. Nur einer von ihnen kann dieses Ziel erreichen.

„Ich bin sehr stolz, dass ich an diesem Wettbewerb teilnehmen kann. Jetzt wird fleißig gebüffelt, damit ich es nach Berlin schaffe“, sagt Poehls. „Klar möchte ich gewinnen, aber vor allem freue ich mich, meine Ausbildung erfolgreich zu beenden, denn dieser Job macht einfach Spaß.“ Dies war der ausschlaggebende Punkt, weshalb sich die 30 Jahre alte Wahl-Rostockerin für ihren Beruf entschieden hat. „Ich bin eigentlich schon gelernte zahnmedizinische Fachangestellte und habe auch eine Weile in diesem Bereich gearbeitet, aber das war einfach kein zukunftsorientierter Beruf für mich.“ Nach einem kurzweiligen Abstecher an die Uni in Rostock hat sich Jessica Poehls als Krankenpflegerin im Südstadt-Klinikum beworben. „Es ist eine tolle Ausbildung. Die Betreuer an der Schule unterstützen uns unheimlich im Klassenzimmer. Und die Übungen sind auch wirklich praxisbezogen und nicht fernab der Realität“, betont sie.

Den Wechsel ins Klinikum bereut sie kein bisschen: „Wenn ich im August die Grundausbildung absolviert habe, besitze ich viel mehr Möglichkeiten, mich fortzubilden.“ Mithilfe des Abschlusses könne sie sich mit einer Weiterbildung für spezielle Bereiche qualifizieren oder sogar studieren. „Aber jetzt möchte ich erst einmal in die Praxis und in der Klinik arbeiten.“ Von der Theorie habe sie vorerst genug: „Besonders den Bereich der Pflegewissenschaften mochte ich im Unterricht nicht so – das war mir zu theoretisch und abstrakt“, sagt Poehls.

Die Ausbildung am Klinikum könne sie dennoch empfehlen. Noch bis zum 28. Februar können sich Interessenten um einen Platz bewerben.

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