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Kapitän des HC Empor Opfer der schlechten Trainingsbedingungen : Jens Dethloff übel zugerichtet

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Jens Dethloff auf den Spuren des zuletzt übel zugerichteten Profi-Boxers Artur Abraham? Doch die lädierte rechte Gesichtshälfte des Kapitäns des HC Empor ist das Resultat einer Trainingseinheit der Rostocker Handballer.

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erstellt am 08.Apr.2013 | 09:21 Uhr

Rostock | Jens Dethloff auf den Spuren des zuletzt übel zugerichteten Profi-Boxers Artur Abraham? Bald könnte man das glauben. Die lädierte rechte Gesichtshälfte des Kapitäns des HC Empor ist das Resultat einer Trainingseinheit der Rostocker Zweitliga-Handballer am Sonnabendnachmittag in der Sporthalle Kopenhagener Straße in Lütten Klein. Trainer Dr. Rastislav Trtik ist auf der Palme: "Das kommt bei unseren schlechten Bedingungen heraus. Es muss sich unbedingt etwas ändern. Auch der letzte Verantwortliche müsste jetzt von seinem Sessel aufstehen und endlich was tun. Solche Dinge sind dem Leistungssport unwürdig."

Was war passiert? Nach der morgendlichen Laufeinheit in Warnemünde trafen sich die Akteure erneut zum Üben. Der angestammte Ort, die Fiete-Reder-Halle Marienehe, stand nicht zur Verfügung. Also Ausweichen in die "Kopen-hagener". Schon vor Beginn schwante Trtik nichts Gutes: "Da besteht Unfallgefahr, ist der Boden auch verdreckt."

Es kam, wie es kommen musste: Mit Jens Dethloff ging einer der Spieler auf dem viel zu glatten Geläuf zu Boden, prallte voll auf das Parkett. Vereinsvorsitzender Jens Gienapp, wegen Probe-trainierer Steffen Fischer vor Ort, war entsetzt: "Es besteht akuter Handlungsbedarf in Sachen Trainingsstätte. Selbst für Sonntag - da ist in Marienehe die Halle eigentlich frei - wurde uns die Kopenhagener Straße zugewiesen."

Ein ernsthaftes, zu einer Lösung führendes Gespräch mit den in der Stadt zuständigen Gremien ist erforderlich.

So wurde das Probetraining des 23-jährigen Fischer, Linkshänder von Liga-Konkurrent HG Saarlouis, zur Nebensache. "Der wird nicht gerade den besten Eindruck von unseren Möglichkeiten mitnehmen", sagte ein Empor-Aktiver, der nicht genannt werden möchte.

Fischer, der auch gestern noch mittrainierte, erzielte bisher nur 31 Tore für Saarlouis. In der Abwehr stark, spielintelligent, scheint der Ex-Junioren-Nationalspieler jedoch nach einer komplizierten Schulter-Operation 2011 noch nicht wieder der Alte zu sein.

Wenigstens einen Grund zur Freude hatte der Rostocker Coach: A-Jugend-Torwart Paul Porath wurde für ein vom 17. bis 21. April in Frankreich stattfindendes Vier-Länder-Turnier in die Nationalmannschaft Jahrgang 1996/97 berufen. Sein Zwillingsbruder Julius steht als Reservist bereit.

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