deutscher schulpreis : Jenaplanschule holt Preis

Grenzenloser Jubel: Hannah Schürgut, Christina Molle, Nils Allwardt, Annika Pudszus, Martin Plant, Anna-Lena Klook, Anna Gündüz, Fabian Elsken-Sicard und Bärbel Hoffmann von der Jenaplan-Schule sind ganz vorn mit dabei.
Grenzenloser Jubel: Hannah Schürgut, Christina Molle, Nils Allwardt, Annika Pudszus, Martin Plant, Anna-Lena Klook, Anna Gündüz, Fabian Elsken-Sicard und Bärbel Hoffmann von der Jenaplan-Schule sind ganz vorn mit dabei.

Rostocker gewinnen 25 000 Euro / Auszeichnung mit Kanzlerin Angela Merkel

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11. Juni 2015, 08:00 Uhr

Die Jenaplanschule in Rostock ist eine der Gewinnerinnen des mit insgesamt 243 000 Euro dotierten Deutschen Schulpreises 2015. Bei einer Veranstaltung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhielt Schulleiter Martin Plant gestern in Berlin die mit 25 000 Euro ausgestattete Auszeichnung. Der Hauptpreis mit 100 000 Euro Prämie ging an die Gesamtschule Barmen in Wuppertal.

Die Jenaplanschule war die einzige für den Preis nominierte Schule aus Mecklenburg-Vorpommern. In der seit 15 Jahren bestehenden Jenaplanschule werden 420 Schüler in den Klassen 1 bis 10 unterrichtet. Das Konzept besteht nach Angaben der Schulleitung auf jahrgangs- und fächerübergreifendem Unterricht. In Teilen können die Schüler Unterrichtsinhalte mitbestimmen.

Wie die Vize-Schulleiterin Astrid Abraham berichtete, sieht das Konzept vor, dass Kinder mit besonderen Fähigkeiten genauso gefördert werden wie solche mit Lernschwierigkeiten. Durch die Mischung der verschiedenen Jahrgänge können sich die Kinder in den meisten Fällen selbst helfen. „Dadurch kommt es zu einer ausgesprochen hohen Sozialkompetenz. Wir geben unseren Kindern mehr Ruhe für das Lernen“, betonte Abraham. Den klassischen Frontalunterricht gebe es kaum noch.

Ein Beispiel für den fächerübergreifenden Unterricht sei das aktuelle Thema der Mittelgruppe mit den Klassen 4 bis 6. Beim „Traum vom Fliegen“ könnten Inhalte aus Mathematik, Physik und Deutsch vermittelt werden. Die Kinder würden angehalten, sich ihre Materialien etwa in der Stadtbibliothek zu besorgen. „Es ist erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit sie ihre Ergebnisse präsentieren“, sagte die Pädagogin. Der Erfolg zeige sich auch daran, dass die Schule beim Vergleichstest Vera stets gut abschneide.

Der Schulpreis wird von der Robert-Bosch-Stiftung und der Heidehof-Stiftung in Zusammenarbeit vergeben. 500 Schulen beteiligten sich nach Veranstalterangaben seit dem Start des Programms 2006. Für die Entscheidung bewertete die Jury sechs Kennzeichen für gute Schulqualität: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. 25 000 Euro erhielten neben Rostock Grundschulen in Bremen und Flensburg sowie ein Hamburger Gymnasium.

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