Erfolgskurs : Jeder Dritte wohnt in einer Wiro-Wohnung

Im Warnemünder Dünenquartier sind 60 Wohnungen geplant.
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Im Warnemünder Dünenquartier sind 60 Wohnungen geplant.

Kommunaler Vermieter erreicht zweitbesten Jahresabschluss der Firmengeschichte. Wohnungsbestand soll weiter wachsen.

svz.de von
15. Juni 2016, 16:00 Uhr

Fast ein Drittel der Rostocker lebt in einer Wiro-Wohnung. Damit ist die Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft 25 Jahre nach ihrer Gründung nicht nur der größte Vermieter der Hansestadt und in MV, sondern auch einer der 20 größten bundesweit.

Der Aufwärtstrend hält an – im Bestand und auch in der Bilanz: „Das Geschäftsjahr 2015 ist für uns ein außerordentlich erfolgreiches gewesen“, sagt Ralf Zimlich, kaufmännischer Geschäftsführer des Unternehmens. 2015 betrug der Gewinn 21,8 Millionen Euro – das zweitbeste Ergebnis der Firmengeschichte. 2014 wurden noch 22,6 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen. Ein Grund für den leicht geringeren Betrag seien die Aufwendungen für die Instandhaltung. „Das ist sofort ergebnisrelevant“, sagte Zimlich.


14 Millionen fließen
in den Stadthaushalt


Die Wiro sei zudem nicht getrieben von der Frage, dass sie jedes Jahr das Vorjahresergebnis übertreffen müsse. Der Antrieb sei vielmehr, dass die Wohnungen in einem vernünftigen Zustand seien oder die Stadt als alleinige Gesellschafterin ihre Ausschüttung bekommt. Und die kann sich sehen lassen. 14 Millionen Euro fließen für das Jahr 2015 in den Stadthaushalt. In den vergangenen vier Jahren wurden insgesamt 72,5 Millionen Euro ausgeschüttet. „Die Wiro leistet zuverlässig einen wichtigen Beitrag zur Konsolidierung des städtischen Haushaltes“, lobte Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Außerdem sorge der Neubau von Mietobjekten als soziale Komponente für Entspannung auf dem Rostocker Wohnungsmarkt.

Um die Qualität des rund 36 000 Wohnungen umfassenden Bestandes zu sichern, investierte die Wiro insgesamt 31,9 Millionen Euro. Für die Instandhaltung der Wohnungen flossen im Durchschnitt 14,99 Euro pro Quadratmeter – rund ein Euro mehr, als die organisierte Wohnungswirtschaft in MV durchschnittlich dafür ausgibt. Trotz der Investitionen ist es dem Rostocker Unternehmen gelungen, die Eigenkapitalquote von 22,6 auf 23,2 Prozent zu verbessern – bei gleichzeitigem Schuldenabbau in Höhe von 37 Millionen Euro. Die durchschnittliche Nettokaltmiete liege aktuell bei 5,75 Euro und sei in den vergangenen fünf Jahren nur um insgesamt 23 Cent pro Quadratmeter gestiegen.

Der geringe Leerstand in Wiro-Wohnungen, der nur 1,21 Prozent beträgt, spornt das Unternehmen zu weiterem Wachstum an. Schließlich sei auch die Einwohnerzahl der Hansestadt steigend. „Neue Wohnräume müssen entstehen, Bestandsimmobilien umgebaut werden“, erklärte der technische Geschäftsführer, Christian Urban. So würden derzeit im Stadthafen und in Warnemünde Quartiere mit 180 beziehungsweise 60 Wohnungen gebaut. Für das zentral gelegene Werftdreieck liegt ein Entwurf vor – am Bebauungsplan-Entwurf wird gearbeitet. Baustart für das neue Quartier mit rund 700 Wohnungen soll 2018 sein.

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